Wie wichtig ist Akzeptanz in allen Lebenslagen? Kopfkino-reframed

Shownotes

Wie wichtig ist Akzeptanz in allen Lebenslagen? 🌿

Neue Folge von „Kopfkino-reframed" mit Georg T. Roesl – diesmal über ein Thema, das uns alle täglich begleitet, auch wenn wir es oft nicht bewusst wahrnehmen: Akzeptanz. Nicht als Aufgeben oder Resignation – sondern als innere Stärke und Ausgangspunkt für echte Veränderung.

Anhand echter Fragen aus der Community sprechen wir u. a. darĂĽber:
– warum Selbstkritik nach einer Trennung so schnell zur Spirale wird – und wie man rauskommt
– wie Eltern ihre Kinder wirklich akzeptieren können, auch wenn sie frustrieren
– warum Akzeptanz nicht Aufgeben ist – sondern der Startpunkt für Veränderung
– wie man mit Angst und Panikattacken umgeht, statt gegen sie anzukämpfen
– was pflegende Angehörige brauchen, um selbst nicht unterzugehen
– warum Perfektionismus ein Gefängnis ist – und wie „gut genug" befreit

Keywords: Akzeptanz, Selbstakzeptanz, Selbstmitgefühl, mentale Gesundheit, Angststörung, Panikattacken, Perfektionismus, Loslassen, ACT, Psychologie, Selbstfürsorge, innere Stärke.

⏱️ Kapitel
– Intro – Die Macht der Akzeptanz
– Selbstkritik nach der Trennung
– Wenn das eigene Kind frustriert
– Akzeptanz im toxischen Arbeitsumfeld
– Mit Angst tanzen statt kämpfen
– Pflege und Erschöpfung – und die eigenen Grenzen
– Perfektionismus loslassen
– Fazit: Akzeptanz als innere Stärke

đź“© Wie erlebst du das Thema Akzeptanz in deinem Alltag? Schreib es uns in die Kommentare!
🔔 Abonnier den Kanal für neue Folgen von „Kopfkino-reframed".

#Akzeptanz #MentaleGesundheit #SelbstmitgefĂĽhl #Loslassen #KopfkinoReframed

Transkript anzeigen

00:00:00: Als ich damals die Geschichte gehört habe, hab' ich das dann auch für mich und meine Suizidgedanken damals übernommen.

00:00:04: Also ist die Akzeptanz

00:00:06: ganz klar der Startpunkt... ...und nicht der Endpunkt!

00:00:09: Und das ist ja nicht nur normal sondern es ist einfach extrem gesund und notwendig fĂĽr jede heranwachsende Person.

00:00:24: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Kopfkino Reframed.

00:00:29: Ich bin Markus und ich freue mich dass ihr wieder mit dabei seid.

00:00:32: Heute widmen wir uns mal einem Thema, das uns alle im Alltag beschäftigt.

00:00:36: Auch wenn wir es nicht immer bewusst wahrnehmen – die Macht der Akzeptanz!

00:00:40: Wie gehe ich mit mir selbst um?

00:00:42: Wenn ich wieder einmal nicht so bin wie ich gerne wäre?

00:00:45: und wie schaffe ich es anderen Menschen und Situationen anzunehmen, wie sie sind?

00:00:50: Du Georg lebst das ja tagtäglich oder tust wenigstens so als ob es gut funktioniert, wie kann man sehen?

00:00:56: Das kann eh gut, das ist schon als Opel.

00:00:58: Schön dass du auch heute wieder dabei bist.

00:01:00: Ja, danke Markus.

00:01:02: Schön dass ich mal heute wieder das wir wieder entdrehen sind.

00:01:04: fĂĽr die Community ja aber nicht so viel des Lobes.

00:01:07: vielen Dank dafĂĽr.

00:01:08: ja denn üben und demut ist ja mein ständiger Begleiter aufgrund meiner Vergangenheit wie du ihr weißt Und daher gehen wir mal rein in unsere neue Folge, neues Thema und neue Learnings wie wir ja auch immer feststellen.

00:01:25: Dass wir da so viel mitnehmen, wenn wir uns hier zu dem Thema austauschen und natĂĽrlich fĂĽr die Community.

00:01:32: Ich bin gespannt wieder auf die Reaktionen.

00:01:35: Was wir heute alles zum Thema Akzeptanz erlernen werden!

00:01:39: Ja, Learnings war ein gutes Stichwort weil man lernt ja nie aus im Leben und heute schauen wir uns mal an wie man Situationen zu akzeptieren lernt.

00:01:47: Und warum das natĂĽrlich auch wirklich gut ist?

00:01:49: Die zu akzipieren.

00:01:50: fangen

00:01:50: wir mal an fĂĽr den Einstieg mit der Frage was sagt eigentlich die Wissenschaft so in die Experten der Welt zu dem Thema Akzeptanz?

00:01:59: Spannende Frage, eigentlich das mĂĽsste man fast immer als Einstieg haben.

00:02:02: Die Frage zu unserem Themen.

00:02:04: Das Thema Akzeptanz ist ja eines der zentralsten in der Psychologie und jedem Lebensweg.

00:02:11: jeder kennt es ja wenn du in Situation reinkommst die du keinen Bock hast zu akzeptieren aber dir keine Lösung einfällt da werden wir heute glaube ich ganz spannende Ideen und Ansichten bekommen.

00:02:24: Oft wird es ja auch missverstanden, das Thema Akzeptanz.

00:02:27: Ich bin kein Therapeut oder Psychologe, sondern ich bin jemand, der das Leben mit Demut mittlerweile ganz gut verstanden hat.

00:02:35: HeiĂźt nicht, ich bin sehr schlau mit dem Thema?

00:02:38: Sondern ich hab immer kapiert ... wirst du nichts verändern an der Welt, hast auch keine Probleme am Arsch.

00:02:44: Daher sobald du aber aus der Haustür rausgehst willst du was verändern.

00:02:48: daher meine ich das ja mit groĂźer Demut.

00:02:50: und doch meine Erfolge die ich auch ĂĽber die Jahrzehnte vorangebracht habe, meine Sporterfahrung und natĂĽrlich besonders doch meine schwere Erkrankungen und die Zeit in der Klinik bin ich recht froh dass ich da zwar kein Experte bin im Sinne von Therapeut oder Psychologe Aber natĂĽrlich ein idealer Ăśbersetzer.

00:03:10: So sehe ich ja auch meine Arbeit bei dem Thema.

00:03:13: Und was sagt die Wissenschaft dazu?

00:03:16: Da ist der Psychologe Steve Hayes, der immer betont hat dass es einen spannenden Punkt gibt.

00:03:25: wer nämlich gegen seine Angst ankämpft, der füttert sie eigentlich nur.

00:03:29: Je mehr wir versuchen, negative Gedanken zu unterdrĂĽcken desto mehr Raum nimmt sie in unserem Kopf natĂĽrlich dann auch wiederum ein weil wir uns ja die permanent damit betteln.

00:03:41: Und das Ganze nennt sich auch so ein bisschen das Erlebnisvermeidung und führt oft direkt in eine Verstärkungsspirale was genau das ist was man nicht haben will.

00:03:51: daher ist das Thema Akzeptanz Einfach ein sehr wichtiger Schritt und das ist auch ein entscheidender Unterschied.

00:03:57: Das klingt erst mal soweit logisch, aber ich kann mir vorstellen dass es im Alltag gar nicht so einfach ist.

00:04:02: Und wir haben von euch auch wieder viele Nachrichten bekommen und da sind wirklich berĂĽhrende Geschichten dabei.

00:04:08: also nochmal Danke an euch alle dafĂĽr!

00:04:11: Die erste fĂĽr heute kommt von Lisa.

00:04:13: Lisa schreibt uns Ich bin gerade frisch getrennt und merke wie hart ich mit mir ins Gericht gehe.

00:04:20: Ständig denke ich, wenn ich nur anders gewesen wäre hätte er mich nicht verlassen.

00:04:24: Ich bin einfach zu kompliziert, so emotional, so anspruchsvoll.

00:04:29: Ich weiĂź dass das nicht hilfreich ist aber wie soll ich mich denn akzeptieren wenn offensichtlich etwas mit mir nicht stimmt?

00:04:35: Ja Lisa was du da erlebst es so menschlich und nachvollziehbar wie kaum eine andere Geschichte.

00:04:42: ja!

00:04:42: Eine Trennung bringt uns oft dazu alles an uns selbst ja zur hinterfragen.

00:04:47: um den frage zu stellen kippen wir dann natürlich auch so ein bisschen in die Negativität rein.

00:04:52: Was du beschreibst, nennt man glaube ich in der Psychologie dieses Thema selbstkritisches GrĂĽbeln, ja?

00:04:58: So endloses Kreisen um negative Gedanken herum ĂĽber sich selbst und das am liebsten natĂĽrlich so aus der negativen Perspektive dass man Kleinigkeiten, die man falsch gemacht hat natĂĽrlich extremst dramatisiert.

00:05:12: Das Problem dabei ist natĂĽrlich du versuchst gerade eine komplexe zwischenmenschliche Situation auf dich alleine zu reduzieren.

00:05:21: Aber Beziehungen sind ja immer ein Zusammenspiel von mindestens zwei Menschen mit ihren jeweiligen Bedürfnissen, Ängsten und auch ihren Erwartungen.

00:05:30: Und da geht's gar nicht darum mehr oder weniger sondern es ist einfach wirklich komplex.

00:05:35: Menschen die aber quasi reinkommen in das Thema bedingungslose Akzeptanz und die durch andere erfahren sind eher in der Lage sich selbst besser zu akzeptieren.

00:05:47: wer zum Beispiel in Kindertagen lernt dass sie okay ist Wie sie ist, ja.

00:05:51: Hat oft bessere Chancen dann auch eine stabile Selbstakzeptanz zu entwickeln als andere muss man natĂĽrlich dazu sagen.

00:05:59: aber Lisa hat ja auch konkret das Problem dass es sich permanent selbst verurteilt.

00:06:02: wie kommt sie denn aus dieser Spirale tatsächlich raus?

00:06:06: Na ein wichtiger Schritt oder eine erste Idee ist da glaube ich auf jeden Fall mal einen gewissen Abstand zu der Situation und den belastenden Gedanken hinzubekommen.

00:06:15: Das ist natĂĽrlich auch nicht so einfach.

00:06:16: Da sind Methoden mit denen man versucht die Wirkung bedrohlicher Gedanken zu verändern, Abstand zu ihnen zu bekommen ohne sie zu unterdrücken.

00:06:28: Lisa könnte zum Beispiel ihre selbstkritischen Gedanken einmal ganz bewusst auch einfach mal beobachten.

00:06:34: was wollen die mir sagen und sich vielleicht einfach auch fragen würde ich das zu meiner besten Freundin innerlich sagen wenn sie in der gleichen Situation wäre?

00:06:45: Und meistens wird dann ihre Antwort darauf sein, ne wĂĽrde ich nicht.

00:06:49: Dann stellt sich natĂĽrlich die Frage warum sagt sie es quasi zu sich selber auch?

00:06:54: Das zeigt uns ja wie unterschiedlich wir mit uns selbst und anderen umgehen wĂĽrden.

00:07:00: Das ist schon den Blickwinkel ändern ist oft eine wichtige Sache.

00:07:04: ein anderes wichtiges Mittel ist das liebevolle selbst mit GefĂĽhl, sich selbst mit der gleichen Freundlichkeit begegnen wie einem guten Freund oder Freundin.

00:07:14: Kyle Rogers sagt dazu, er pioniert der humanistischen Psychologie.

00:07:19: das hat gezeigt wie wichtig bedingungslose positive Wertschätzung sich selbst gegenüber ist.

00:07:27: Klingt auch irgendwie logisch, ich meine wenn du dich permanent runter machst das ist ja quasi kann er nicht gesund sein.

00:07:33: also so wie ich dir quasi immer begegnen mit bedingungsloser Liebe und Positivität.

00:07:41: richtig Anrufe und sag scheiĂźe, warum hat was heute wieder nicht geklappt?

00:07:45: Ich wollte es gerade sagen, ich musste kurz nachdenken dass ob das tatsächlich so ist.

00:07:48: aber ich merke mir das mal.

00:07:49: Ja okay Ja, prinzipiell ein schöner

00:07:52: Gedanke, dass sie sich selbst wie eine gute Freundin behandeln sollte.

00:07:55: Ich glaube genau da merkt man, wie hart wir manchmal mit uns sind.

00:07:59: Das kennst du bestimmt auch selber Markus oder?

00:08:01: Gut

00:08:01: wer kennt das nicht?

00:08:02: aber das sind wir auch gleich drin in der Emotionalität.

00:08:06: und dazu passt auf die nächste Frage die von Thomas kommt weil dann geht es nämlich auch emotional zu.

00:08:10: meine

00:08:11: Tochter

00:08:11: ist sechzehn und ich verstehe sie einfach nicht mehr.

00:08:15: Sie ist so anders als ich damals war.

00:08:17: Ständig diskutiert sie mit mir, hört nie zu und macht genau das Gegenteil von dem was sinnvoll wäre.

00:08:22: Ich fĂĽhle mit Thomas.

00:08:24: Ich merke wie wĂĽtend mich das macht und dann sage ich Dinge die ich nicht sagen sollte Wie kann ich sie akzeptieren obwohl ihr Verhalten mich so frustriert?

00:08:33: Naja Thomas beschreibt da natürlich etwas was viele Eltern erleben besonders in der Pubertät.

00:08:38: Wir haben ja zurzeit auch öfters Gespräche über deine beiden Jungs, Thomas versucht gerade seine Tochter quasi zu akzeptieren.

00:08:46: Obwohl sie nicht seinen Erwartungen entspricht und das ist natĂĽrlich so ein innerer Kampf auch der da entsteht.

00:08:53: aber echte Akzeptanz funktioniert ja anders.

00:08:55: Akzeptans bedeutet dass wir eine Person einen Menschen ein Problem oder ne Situation So annehmen wie sie gerade isst obwohl sie nicht unseren WĂĽnschen und Erwartungen entspricht.

00:09:09: Seine Tochter entwickelt sich zu ihrer eigenen Person mit ihrer eigenen Persönlichkeit, mit ihren eigenen Werten, eigenen Träumen.

00:09:17: Sie wird ihren eigenen Weg gehen.

00:09:19: Sie wĂĽrde Dinge so sehen wie sie fĂĽr sich sehen wird und ihr Leben ja nach Ihren Vorstellungen gestalten wollen.

00:09:28: Und das ist ja nicht nur normal!

00:09:30: sondern es ist auch einfach extrem gesund und notwendig fĂĽr jede heranwachsende Person in ihrer Entwicklung.

00:09:38: Aber so die Wut und die Frustration, die sind ja trotzdem da.

00:09:42: wie geht er denn damit um?

00:09:43: Ja genau!

00:09:44: Die Gefühle sind ja völlig berechtigt und menschlich.

00:09:48: was ich damals in der Klinik mal gesehen habe in der Akzeptanz- und Commitment Therapie das wird abgekĂĽrzt.

00:09:56: Therapie gibt es fĂĽr das Konzept der Expansion.

00:10:00: Es verbindet Akzeptanz mit wertorientierten Handeln, ja?

00:10:05: Das Ziel ist es den inneren Raum so weit zu machen wie möglich!

00:10:12: GefĂĽhl, dass sein darf ohne es von unserem Weg abzubringen.

00:10:17: Also ja auch da sind wir schon wieder so ein StĂĽck weit in dem Wort Akzeptanz drin.

00:10:22: Auch die Gefühle und die Situation und die Negativität an Gedanken, die hochkommen zu akzeptieren.

00:10:28: Thomas kann lernen seine Wut und Enttäuschung als Zeichen dafür zusehen das ihm halt seine Tochter einfach extremst wichtig ist und deswegen verbeißt man sich natürlich dann auch in so was.

00:10:40: Akzeptanz hat ja nicht das Ziel, eine Emotion zu verdrängen oder zu verändern sondern mit der Emotion in Kontakt zu bleiben und sie ihm auf natürliche Weise den Verlauf zu überlassen ohne auf Kontrollversuche zurückzugreifen ist natürlich sehr schwierig.

00:10:59: ein praktisches Tool ist da vielleicht auch die Pause-Technik.

00:11:03: wenn er merkt wie die Wut in ihm hochkommt kann er sich innerlich sagen stopp Ich merke, meine Wut entwickelt sich gerade.

00:11:12: Sie zeigt mir, dass mir meine Tochter einfach sehr am Herzen liegt.

00:11:16: aber ich muss nicht sofort reagieren sondern das schafft erstmal Raum fĂĽr eine bewusste und ruhigere Reaktion die dann darauf aufbaut.

00:11:25: Ja ich glaube es ist ein wichtiger Punkt.

00:11:26: also das muss man den Kindern auch mal sagen ja, dass die Wut eigentlich auch ein Zeichen der Liebe sein kann.

00:11:33: Sehr interessant!

00:11:34: Also verstecken sich da ja ganz andere GrĂĽnde dahinter, als man erst mal oder auf den ersten Blick so denkt.

00:11:39: Ja in meinen Augen ist es ja so dass es viel öfters der Fall ist heutzutage wie wir ja merken als man vorher es einzuschätzen war es ja nichts ist.

00:11:48: ja wie es scheint sagt man dir oft.

00:11:50: Ja das stimmt!

00:11:52: Da passt auch gut die nächste Frage rein die uns erreicht hat von Kevin.

00:11:56: Kevin schreibt uns ich arbeite im ziemlich toxischen Arbeitsumfeld mein Chef ist unberechenbar Die Kollegen lässt anständig und ich fühle mich jeden Tag unwohler.

00:12:06: Freunde sagen mir, du musst das einfach akzeptieren.

00:12:09: so ist das Berufsleben halt.

00:12:12: aber das fĂĽhlt sich falsch an.

00:12:13: Ist Akzeptanz nicht manchmal auch nur aufgeben?

00:12:16: Kevin, das ist doch eine gute Frage die du da stellst.

00:12:19: Die direkt ins Herz der weitverbreiteten Missverständnisse trifft.

00:12:25: Viele Menschen verknüpfen nämlich mit Akzeptanz in der Art Niederlage oder Kapitulation vor der Situation.

00:12:32: Deshalb tun sich natĂĽrlich auch viele Menschen schwer zu akzeptieren.

00:12:36: aber echte Akzeptanzen sind ja nicht passiv sie ist ja der erste Schritt.

00:12:41: dann bewusst zur Handel Kevin könnte ja in solchen Situationen akzeptieren, wie es ist gerade und gleichzeitig aber dann auch entscheiden.

00:12:51: Und sich überlegen ob und wer das in Zukunft ändern möchte.

00:12:56: Das ist so ein wichtiger Unterschied.

00:12:58: Er akzeptiert die Realität nicht die Unveränderlichkeit.

00:13:04: Das ist quasi auch in der psychologischen Forschung, nennt man das die radikale Akzeptanz.

00:13:09: Vollständiges Annehmen der gegenwärtigen Situation als Ausgangspunkt zur neuen Veränderung da ist wo wir hin wollen sehr möglich.

00:13:19: es ihm ja quasi klar zu denken und strategisch zu handeln statt in den Widerstand und emotionalen Chaos gefangen zu bleiben.

00:13:27: also

00:13:28: dass die akzeptanz ist ganz klar der startpunkt und nicht der endpunkt in der ganzen Entwicklung.

00:13:34: Ja, genau Markus.

00:13:36: Albert Ellis ein einflussreicher Psychotherapeut hat das so mal beschrieben.

00:13:41: Irritationen Überzeugungen über sich selbst und andere können die Selbstakzeptanz einfach behindern.

00:13:49: durch das Erkennen und Überwinden dieser Überzeugung kann eine Person einen größere Selbstakzipanz erreichen.

00:13:57: Kevins Irritation Überzeugungen könnten sein.

00:14:00: Ich muss alles ertragen, was mir das Leben quasi

00:14:03: vorsetzt.".

00:14:04: Die rationale Alternative wäre ich kann anerkennen wie die Situation gerade ist und dann bewusst entscheiden ob und wie ich sie verändern möchte.

00:14:13: Das gibt ihn quasi einfach diesen Handlungsspielraum wieder zurĂĽck.

00:14:18: Ja es macht total Sinn.

00:14:19: also man akzeptiert die Realität um dann von einem klaren Punkt aus handeln zu können Finde ich sehr spannend.

00:14:26: Gut, unsere nächste Nachricht hat die liebe Sarah geschrieben.

00:14:30: Sie leitet unter Angststörungen und Panikattacken.

00:14:34: Jedes mal wenn die Angst kommt kämpfe ich dagegen an versuche sie zu unterdrücken oder wegzuatmen.

00:14:40: Aber das macht alles nur schlimmer.

00:14:41: Therapeuten sagen mir Ich soll die Angst akzeptieren aber wie soll das gehen?

00:14:47: Sie fĂĽhlt sich so bedrohtig an?

00:14:49: Ja Das klingt ein bisschen wie gehen in Wald um arme Bäume.

00:14:52: dann wird er schon.

00:14:53: Da fällt mir unser allseits geliebter Ministerpräsident in Bayern ein.

00:14:58: Der hat das nämlich natürlich auch schon mal schön vorgemacht, ich habe immer noch dieses Foto im Kopf wo er den Baum umarmt.

00:15:03: Echt jetzt?

00:15:04: Ja!

00:15:04: Unser Söder ist halt einfach wie immer hier in Bayern unsere Zeit voraus.

00:15:09: Sarah beschreibt uns hier etwas was ja fast alle Menschen mit Angststörungen erleben.

00:15:14: Den Kampf gegen... Angst, der die Ängste quasi dann noch dazu verstärkt.

00:15:19: Es ist ein bisschen wie so ein teufes Kreis also ein negativer Kreislauf, der da beginnt.

00:15:25: Akzeptanz ist ja quasi die Voraussetzung dafür Schmerz und Ärger zu überwinden insbesondere dann wenn unsere Reaktion uns selbst quasi ja beginnt zu schädigen.

00:15:37: Schmerz gehört ja zu unserem Leben dazu und nicht immer kann er vermieden werden, das ist leider einfach sowohl emotionaler als auch körperlicher Schmerzen.

00:15:46: wollen wir dann aber um jeden Preis die Schmerze vermeiden und verdrängen, leiden wir ja oft noch viel mehr und viel länger darunter.

00:15:54: Die Angst wird quasi so ein bisschen zu einem Art Monster, dass sie bekämpfen muss und braucht dann noch mehr Energie dafür.

00:16:02: Aber was ist natĂĽrlich wenn Sie an stattdessen lernt mit der Angst zu tanzen?

00:16:07: In der Ekttherapie, die wir vorhin schon mal kurz erwähnt haben gibt es eine wunderbare Metapher.

00:16:13: Man sollte nicht mit seinem Monster also dem Schmerz oder Leid kämpfen, sondern quasi es um Armen und Armenarm den Monster zusammen sein Lebensweg quasi geschreiten.

00:16:27: So hat man dann auch freie Sicht und kann sich bewegen weil's nicht mehr die Hyperwichtigkeit eindimmt.

00:16:34: Wer dagegen natürlich mit dem Monster kämpft und ihn gegenübersteht, der hat natürlich nicht die Hände frei, er hat keine Sicht auf das was kommt kommt auch nicht vorwärts, weil er natürlich gefangen bleibt.

00:16:47: Ja das ist ein faszinierendes Bild!

00:16:49: Ich musste jetzt mal kurz an das Zeichentrickmonster aus einem Animationsfilm denken, aber es ist echt ganz gut.

00:16:54: und es ist aber auch eine Frage wie man das jetzt praktisch umsetzt.

00:16:59: also wie läuft es tatsächlich in der Praxis?

00:17:01: In der Praxis könnte man herangehen und sich überlegen so ein konkretes Tool wäre da die Willkommstechnik.

00:17:09: Als ich in der Klinik war erzählte mir ältere Dame, ich glaube die war damals sechsundachtzig.

00:17:16: Und ich wusste gar nicht dass die Geschichte von damals zu dem heutigen Thema gehört das da ein Tool ist.

00:17:24: also wir reden ja viel ĂĽber Tools Strategien Mechaniken.

00:17:28: dabei klingt es immer so technisch oder so konstruiert oder professionell dabei sind Sachen aus dem Leben heraus die dann quasi schon als tool verwendet werden können.

00:17:41: Und als ich damals die Geschichte gehört habe, hab' ich das dann auch für mich und meine Suizidgedanken damals übernommen.

00:17:47: Und habe Jahre später erst festgestellt dass es quasi aus dem in dem Fall aus dem Ad-Modell schon eine vorgegebene Sache ist.

00:17:54: nicht auf die Art wie's mir erzählt worden ist aber vom Sinn her ist es quasi gleich weil wenn Sarah merkt ja dass sie zum Beispiel ne Panikattacke kommt kann sie sich innerlich sagen so was wie Hallo Angst!

00:18:07: Schön, dass du wieder da bist.

00:18:08: Ich hatte damals in der Klinik angefangen als mir die ältere Dame ... hat mir das CIVAS-Achzig damals und die hat noch die Kriegstage erlebt... Und die hatte immer extremste Angstgefühle wenn Bomben lernen um sie herum war.

00:18:23: Und sie hat dann irgendwann, das muss man überlegen, es war nördhundertfünfundvierzig vierundviertig, hat sie so die Technik entwickelt zu sagen, dass sie die Angst begrüßt hat?

00:18:31: Das ging dann so, so habe ich das fĂĽr mich ĂĽbernachten.

00:18:33: Ich hab da immer gesagt hallo angst Schön, dass du da bist.

00:18:37: Nimm Platz hier auf meiner Schulter aber ich hab jetzt gerade keine Zeit fĂĽr dich.

00:18:43: und dadurch habe ich damals bei meinen Ängsten ging es viel um das Thema Suizidgedanken.

00:18:47: Ich habe der angste Raum gegeben.

00:18:49: Ich habe sie dargelassen.

00:18:50: Ich hab sie nicht weggeschubst Und ĂĽber die zeit hinweg ist so nenne ich das immer Der angst ist langweilig geworden und dann ist er von alleine gegangen weil ich habe sie dargelassen bei mir.

00:19:02: Das klingt natürlich erstmal Paradox, aber da zeigen auch Studien dass diese Art der Akzeptanz und tatsächlich dazu führt über die Intensität und Dauer von Panikartocken einfach dann abnehmen.

00:19:17: Insbesondere der Einsatz von Akzeptans im Sinne des Zulasses von Emotionen geht mit weniger Belastungssymptomen auf Dauer einher.

00:19:27: Ja,

00:19:28: und das ist mal ein anderer Ansatz.

00:19:30: Also nicht gegen die Angst anzukämpfen, sondern sie so als Teil der momentanen Erfahrung anzunehmen... ...und damit dann auch zu leben oder was Gutes daraus zu gestalten?

00:19:40: In eine ähnliche Richtung geht auch das, was uns Markus mit C geschrieben hat.

00:19:46: Seit drei Jahren pflegt er seinen andemenzerkrankten Vater.

00:19:50: Es gibt Tage, an denen er mich nicht erkennt oder aggressiv wird.

00:19:54: Ich schwanke zwischen Liebe Wut Trauer und völlige Erschöpfung.

00:19:58: Wie kann ich diese Situation akzeptieren, ohne dabei selbst kaputt zu gehen?

00:20:03: Markus mit C steht ja wirklich vor einer der größten Herausforderungen im Leben, die ja eigentlich, wollte ich sagen höchst drunangenehm sind.

00:20:13: aber es ist immer eine Frage des Blickwinkels einfach Ja.

00:20:17: Die Konfrontation mit Verlust bei einem geliebten Menschen der noch da ist doch schon einfach nicht mehr derselbe ist, an dem man seine Erinnerung und Bindung hat.

00:20:29: Das ist so eine Form des vorweggenommen Trauerns.

00:20:34: Traueren um einen Menschen, der noch lebt aber nicht mehr der ist, der er mal war.

00:20:39: Seine gemischten Gefühle sind ja nicht nur normal die sind ja quasi gesund weil es wäre nicht gut wenn er sich auch verdrängen würde.

00:20:48: Es wär eher ... Und natürlich, wenn er immer nur Liebe empfangen würde.

00:20:53: Also auch in so einer Situation.

00:20:55: Zufriedenheit entsteht, wenn wir unser Leben und unsere Situation ganzheitlich als vollständig und genügend empfinden.

00:21:03: Dabei leistet natürlich zu Friedenheit eine einzigartigen Beitrag zum Wohlbefinden unabhängig von anderen positiven Emotionen.

00:21:12: FĂĽr Markus, mit sie bedeutet Akzeptanz nicht dass er alles gut finden muss was da gerade um ihn herum passiert.

00:21:20: Es bedeutet aber das er anerkennt Das ist die Realität meines Vaters und meiner Familie.

00:21:27: Ich darf alle meine GefĂĽhle haben Und ich darf auch an meine Grenzen denken.

00:21:33: Ja wie schafft es bei dem ganzen Thema nicht selbst unterzugehen.

00:21:37: Ja, da muss man auch ein bisschen systemkritischen Punkt achten.

00:21:41: Unsere Gesellschaft ist ja quasi so ein bisschen glorifiziert dass oft das Aufopfern fĂĽr andere besonders in der Pflege was total tolles und das ist ja toll wie du das machst und tust.

00:21:55: Aber das ist natĂĽrlich nicht nachhaltig und hilft letztendlich niemanden.

00:21:58: denn Markus braucht, was wir selbst fĂĽr Sorgeakzeptanz nennen.

00:22:04: Die Akzeptanz das eigene BedĂĽrfnisse wichtig und berechtigt sind und man sie auch benennen kann.

00:22:12: Das heiĂźt er darf und muss quasi akzeptieren dass auch seine eigenen BedĂĽrflisse auch in so einer Situation wichtig bleiben.

00:22:21: Die sind nicht einfach mal unwichtig weil die Situation da ist Und natürlich dauerhaft immer noch eine hohe Priorität haben sollte, weil wenn du dich Langzeit um so einen Fall kümmern musst, musst du ja selber auch gesund bleiben und stabil und mental fit.

00:22:37: Ganz konkret ist es dann natĂĽrlich wichtig professionelle Hilfe sich zu suchen oder quasi sich auszeiten zu nehmen.

00:22:44: Das ist nicht verrat an deinem Vater sondern Verantwortung für die Qualität, die du in der Pflege und dem Kümmern ihm damit gibt.

00:22:54: Ja, das ist ein wichtiger Punkt.

00:22:55: Also SelbstfĂĽrsorge ist nicht egoistisch sondern einfach eine Notwendigkeit.

00:23:01: Gut unsere letzte Community Frage tatsächlich für heute kommt von Julia.

00:23:05: Sie schreibt uns Ich bin Perfektionistin und setze mich ständig unter Druck.

00:23:10: Jeder Fehler fühlt sich wie ein persönliches Versagen an.

00:23:14: ich weiĂź dass es ungesund ist aber ich kann nicht anders.

00:23:17: Wie akzeptiert man eigentlich dass man nicht perfekt ist?

00:23:21: Das fĂĽhlt sich an, als wĂĽrde ich meine Standards aufgeben.

00:23:24: Julia beschreibt irgendwie einen der häufigsten inneren Konflikte unserer Zeit.

00:23:31: Perfektionismus ab und an!

00:23:34: ist okay, meist aber natürlich schon ein Stück weit kacke was man dann erst viel später merkt.

00:23:40: Weil das Streben nach Fehlerlosigkeit und unrealistischen hohen Standards wird ja oft als positive Eigenschaft verkauft.

00:23:48: Aber es ist meistens auch ein Gefängnis kennen wir beide in unserem Dialog auch extrem, was wir von Kunden früher bekommen haben.

00:23:56: Was ich auch eingefordert habe... ...was auch wichtig unwichtig ist.

00:24:02: Es ist halt immer die Dynamik wie viel Zeit hast du auch dafĂĽr Ziele zu erreichen und so?

00:24:07: Das ist ja ein Gemengelager.

00:24:09: Aber es wird natürlich oft auch in so einem Art Gefängnis, indem du immer diese Sache hinterherstrebst Und man muss das natürlich auch zusammen überhaupt mal definieren Perfektionismus für den jeweiligen Fall auch bedeuten.

00:24:23: Das Paradoxe ist aber eigentlich, dass echte Exzellenz entsteht oft gerade durch die Akzeptanz von Unperfektionsmus.

00:24:31: Ich liebe die Welt wie sie ist und so unperfektschön finde ich es hier einfach für uns mitzunehmen oder nicht Markus?

00:24:38: Ja definitiv.

00:24:39: also das ist ein Punkt mit einem Unperfekt.

00:24:42: man muss ja auch mal dran denken.

00:24:43: Nicht meine KI ist perfekt.

00:24:45: Das merkt man auch jeden Tag Und ich denke da passt gut auch diese Achtzig-Zwanzig-Regel.

00:24:50: Manchmal mĂĽssen eben achtzig Prozent einfach ausreichen.

00:24:53: Genau,

00:24:54: deswegen habe ich frĂĽher mal versucht die Hundertprozent als Achtzig zu verkaufen.

00:25:01: Verdammt hast du mich, wusstest du?

00:25:02: Hast du das einfach fĂĽr dich so... Also ich habe es kapiert und wir kriegen's hin.

00:25:06: So die kleinen Effektivitätstricks.

00:25:09: Na ja gut den Radgeber hab' ich halt damals auch schon gelesen.

00:25:12: Aber selbstverständlich müssen wir nicht alle Teile unserer Persönlichkeit ihr auch lieben!

00:25:17: Es ist okay, die eigene Unpöglichkeit, die Grübelei oder die Präsur nicht zu mögen und trotzdem sich selbst als Person, Seele und Mensch stehen zu können.

00:25:31: Julia könnte lernen zwischen ihren Leistungen und ihrem Selbstwert vielleicht auch schon mal zu unterscheiden.

00:25:37: Ein Fehler in einem Projekt macht sie hier nicht zu einer fehlerhaften Person.

00:25:42: Sie ist ein Mensch der manchmal Fehler macht wie ĂĽbrigens alle Menschen.

00:25:46: da gibt es ja keinen Unterschied.

00:25:47: Definitiv!

00:25:49: Aber wie löst man denn diesen inneren Widerspruch zwischen hohen Standards auf der einen Seite und der Selbstakzeptanz auf der anderen Seite.

00:25:56: In hilfreiches Konzept ist da der guten Genugkeit.

00:26:01: Klingt in Englisch viel besser, gut enough mother!

00:26:05: Ist ein psychologischer Ansatz von der britischen Kinderarzt und Psychiater Donald Winnicott, glaube ich hieß er, in den fünftiger Jahren geprägt wurde.

00:26:14: Keine Sorge habe ich mal gelesen.

00:26:16: Du weiĂźt ja BĂĽcher worden geworden und die Erkenntnis, dass gut genug oft ausreichend umgesĂĽnder ist als Perfektionismus.

00:26:26: Julias Standard müssen ja nicht verschwinden aber sie können halt einfach flexibler werden wann sie sich anwendet und Sie kann natürlich auch lernen zu fragen was in der jeweiligen Situation wirklich gut genug ist.

00:26:39: So ein praktisches Tool ist da das Fehler Reframing.

00:26:43: statt Fehler als Versagen zu sehen, kann sie Sie als Lernmöglichkeit betrachten.

00:26:48: Benutze ich ĂĽbrigens ganz viel in unserem Sportbereich den wir hier haben wo es ja auch gerade um so performance Sachen geht.

00:26:55: Gerade im Sport hast du ja den Vor- oder den Nachteil.

00:26:58: Du hast am Ende immer ein Ergebnis.

00:27:01: also du bist die weltausend kommunizierte Gewinner und Verlierer.

00:27:05: Ich nenne das anders!

00:27:06: Du hast im Leben nur zwei Charakteren die du immer eigentlich verfolgen tust.

00:27:09: Du gewinnst oder du lernst?

00:27:11: Und darum geht es einfach, dass so ein Art Reframing.

00:27:14: in der positiven Psychologie sprechen wir von den Growth Mindset.

00:27:18: Die Überzeugung, dass Fähigkeiten durch Anstrengungen und Entwickeln sich quasi ausbauen und du einfach besser wirst ja?

00:27:27: Und Fehler werden dann aber dazu nur benutzt als Beweis dafür, dass sie sich herausgefordert und wächst nicht dafür das sie unzulänglich ist.

00:27:38: Wenn uns die positive Psychologie Eines lernt dann, dass wir als Wechselspiele aus Stärken und Schwächen einfach geformt sind.

00:27:48: Niemand hat das Gesamtpaket und niemand fehlt alles!

00:27:50: Das ist immer wichtig fĂĽr die Menschen zu wissen.

00:27:54: Und das ist auch ein schöner Gedanke.

00:27:56: also niemand hat das komplette Paket und nie man fehlt alles.

00:27:59: Also das finde ich ist ein Gedankel den man gut mitnehmen kann.

00:28:03: Jeder hat ja auch so seine Stärkungen und auf diese soll man sich dann konzentrieren.

00:28:09: Georg, wir haben jetzt sehr viele konkrete Situationen besprochen.

00:28:12: Lass uns doch am Ende doch einmal das groĂźe Bild betrachten!

00:28:15: Was sind denn aus deiner Sicht so die wichtigsten Erkenntnisse ĂĽber Akzeptanz?

00:28:20: Also da wären auf jeden Fall was die Forschung in den letzten Jahren quasi angeht folgende großen Erkenntnisse, die dahin geblieben sind.

00:28:28: Akzeptanz-Problemlösungen und Umdenken fördert einfach unser wohlbefinden.

00:28:33: Extrem werden natĂĽrlich das Thema vermeiden.

00:28:36: grübeln oder unterdrücken uns tatsächlicherweise innerlich schadet ja aber wichtig ist natürlich akzeptanz is kein pauschales Wundermittel sondern muss immer zur situation.

00:28:46: natürlich auch Passender ist keine Pauschalität.

00:28:50: Akzeptanz ist nicht passiv, sondern aktiv!

00:28:52: Das ist glaube ich ein ganz wichtiger Punkt, das ist einfach dann eine Momentaufnahme.

00:28:57: Sie erfordern einfach Mut und bewusste Entscheidungen die nach der Akzeptance du ja als Schritte gehen kannst.

00:29:04: Und drittens hätte ich da noch... sie ist nicht das Gegenteil von Veränderung, sondern es ist ihr Ausgangspunkt.

00:29:13: Wenn ich die Realität voll erfasse und akzeptiere, kann ich bewusst wirksame neue Schritte unternehmen.

00:29:21: Das heißt, die Akzeptanz ist eigentlich eine Form von innerer Stärke?

00:29:25: Total!

00:29:26: Also für mich ist es, muss ich sagen auch wenn's manchmal hattest... ...wenn ich Situationen, die für mich schwierig sind, akzeptieren, ist für mich das die totale Größe.

00:29:37: Wir hatten mal vor ein paar Jahren hier das Thema mit dem Mercedes, der V-Klasse Diese Streitereien, die wir da hatten mit dem Outerhaus.

00:29:45: Ich hab dann akzeptiert dass das so ist.

00:29:47: ich hatte keine Lust auf den Kampf mit Anwalt und so weiter Und habe dann akzeptiert.

00:29:52: Die zweite Lösung ist nur ich verkaufte jetzt vielleicht mit ein paar tausend Euro Verlust Aber ich bin raus aus der Sache und kann mein Weg weiter geben.

00:29:58: Oh, das war so herrlich.

00:29:59: Kann ich dir sagen ja?

00:30:00: Das muss man sich natürlich auch leisten können ist gar keine Frage.

00:30:03: aber diese drei Jahre damit remanden über einen anwalt rum ärgern und So weiter muss sich dann quasi auch so lohnen.

00:30:12: Persönliche Akzeptanz und Selbstakzeptanz gehen ja Hand in Hand, schaffen eine Atmosphäre der inneren Ruhe und Zufriedenheit im Idealfall.

00:30:22: Sie ermöglicht es uns mit einem offenen Herzen durch Leben zu gehen und anderen auf liebevolle und mitfühlende Weise zu begegnen.

00:30:32: Was viele ja nicht so ganz sehen, ist Akzeptanz setzt enorme psychische Energie frei die wir sonst in sinnlose Kämpfe gegen die Realität investieren also viel Energieverschwendung.

00:30:45: wenn wir nicht die Akzeptanzen akzeptieren und da reinkommen einfach Weil diese Energie können wir ja dann für was viel besseres nutzen, was uns wirklich wichtig ist und veränderbar ist vor allem.

00:30:59: In der Forschung sehen wir immer wieder Menschen die echte Akzeptanz lernen werden nicht passiver sondern bewusster effektiver in ihrem Handel.

00:31:07: Okay das wäre jetzt mal so ein bisschen der Einblick in die wissenschaftliche Sicht aber was können unsere Hörerinnen und Zuschauer in die Praxis aus der Episode tatsächlich mitnehmen.

00:31:19: Was wären so drei konkrete Dinge?

00:31:21: Akzeptanz ist nicht aufgeben, sondern bewusstes Anerkennen der Realität als Standpunkt für deinen nächsten Schritt würde ich sagen.

00:31:32: Dann zweitens alle GefĂĽhle sind berechtigt und menschlich auch die unangenehm.

00:31:38: Sie mĂĽssen nicht verschwinden damit es einem gut geht.

00:31:42: Und dann das Thema Selbst mit Gefühl ist nicht Schwäche, sondern die Basis für echte persönliche Entwicklung.

00:31:52: Wenn wir mit uns selbst so umgehen wie mit einem guten Freund oder Freunden schaffen wir den Raum in dem echtes Wachstum möglich ist ohne sich start zu stressen.

00:32:04: Also ich glaube das sind wirklich wichtige Punkte zum Mitnehmen und so an euch da drauĂźen liebe Community geht Liebe voll damit um.

00:32:12: Vielen Dank fĂĽr eure ehrlichen und berĂĽhrenden Nachrichten, die ihr uns immer wieder schickt.

00:32:16: Und falls ihr Fragen habt und eure Geschichte weiter teilen möchtet, schreibt sie uns gerne.

00:32:22: Vielen Dank, dass ihr dabei wart!

00:32:24: Am besten natĂĽrlich direkt in die Kommentare rein oder per WhatsApp.

00:32:28: Den Nummer findet ihr in unseren Show-Notes.

00:32:31: Wenn euch die Folge... auch so viel geholfen hat wie auch uns denn wir wachsen auch mit solchen geschichten dann teilt sie doch gerne mit menschen die es vielleicht gerade brauchen können und natürlich freuen wir uns wenn unsere community weiter wächst.

00:32:45: daher lasst ein like da oder folgt.

00:32:47: uns grĂĽĂźe gehen heute ĂĽbrigens raus an lori die uns bei dieser folge so gut unterstĂĽtzt hat.

00:32:53: vielen dank dafür und wir hören und sehen uns bald wieder bei der nächsten folge.

00:32:58: kopfkino

00:32:59: reframe

00:33:00: bis

00:33:01: bald.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.