Warum dein Leben sich leer anfühlt – und was du dagegen tun kannst! Kopfkino-reframed

Shownotes

Warum dein Leben sich leer anfühlt – und was du dagegen tun kannst. 🌫️

Neue Folge von „Kopfkino-reframed” mit Georg T. Roesl. Guter Job, funktionierende Beziehung, alles läuft – und trotzdem dieses Gefühl, nur zu funktionieren statt wirklich zu leben. Dieses innere Leeregefühl trifft oft gerade die, die von außen alles haben. Anhand echter Community-Nachrichten geht Georg der Frage nach, was hinter der Leere steckt – und zeigt konkrete, praxistaugliche Wege, wie du wieder Verbindung, Sinn und Lebendigkeit findest.

Themen dieser Folge:
– warum existenzielle Leere kein persönliches Versagen ist, sondern ein Signal
– warum Scrollen oft keine Erholung ist, sondern eine Fluchtreaktion
– wie du mit Resonanzprüfung und der 10-Minuten-Regel wieder handlungsfähig wirst
– wann eine leere Beziehung eine Phase ist – und wann mehr dahintersteckt
– wie du nach Rollenverlust (Job, Kinder) neu zu dir findest
– warum Leere kein Luxusproblem ist – und wann du dir Hilfe holen solltest

Keywords: innere Leere, Leben fühlt sich leer an, Sinnkrise überwinden, existenzielle Leere, Sinn finden, Hamsterrad Job, Identitätskrise nach Rollenverlust, Selbstverbindung finden, mentale Gesundheit, Lebenskrise bewältigen, Resonanz statt Entfremdung, wieder lebendig fühlen

⏱️ Kapitel
– Intro – Wenn das Leben sich leer anfühlt
– Alles da – und trotzdem leer
– Das Hamsterrad und die Scroll-Falle
– Wenn die Beziehung sich leer anfühlt
– Wer bin ich ohne meine Rollen?
– Schuldgefühle, obwohl alles „gut” ist
– Die Muster dahinter – und drei Wege raus
– Fazit: Sinn entsteht im Tun

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#InnereLeere #Sinnkrise #MentaleGesundheit #Selbstfindung #Kopfkinoreframed

Transkript anzeigen

00:00:00: Du kannst alles haben und trotzdem nichts sein.

00:00:03: Ich glaube auf dem ersten Blick klingt es immer erst mal gut, aber psychologisch ist das bestimmt extrem belasten.

00:00:08: Auch ich habe mich betäubt mit materialistischen Dingen.

00:00:11: Ich meine wenn doch alles funktioniert passt doch auch alles oder

00:00:14: nicht?

00:00:15: Wer ein Varotum zum Leben hat dann weißt du noch wie rum du alles warst.

00:00:25: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Kopfkino Reframed!

00:00:29: Schön dass wir heute eine neue spannende Folge aufnehmen.

00:00:33: Heute haben wir mal ein Thema, das wahrscheinlich viele von euch kennen.

00:00:37: Es geht um ein Gefühl, dass sich schweren Worte fassen lässt.

00:00:40: Warum sich das eigene Leben manchmal leer und hoffnungslos anfühlt?

00:00:45: Als würde man funktionieren aber nicht wirklich leben.

00:00:48: Heute in unserem Studio bin ich wieder mit Georg Rösel zusammen.

00:00:52: Hallo Georg!

00:00:53: Schön, dass wir uns heute wieder einmal zu einer spannenden Folge zusammengefunden

00:00:56: haben.

00:00:57: Tja als würde es automatisch funktionieren wenn wir beide uns quasi sehen.

00:01:04: Markus, vielen Dank!

00:01:05: Schön dass wir heute mal wieder zusammensetzen hier in unserem Studio mit unserem Programm das wir extra immer für euch zusammenstellen und auch dank der Community und alle da draußen.

00:01:16: Und ja Markus es ist natürlich tatsächlich ein Thema das in der letzten Zeit uns allen glaube ich oft begegnet und zwar nicht nur bei Menschen die gerade akut in irgendeiner Krise stecken oder schwere Zeiten durchmachen sondern oft gerade auch bei denen die von außen betrachtet ihr auch, alles haben den es gut geht.

00:01:34: Ein gut bezahlter Job eine gute Beziehung Stabilität.

00:01:38: aber trotzdem fehlt da etwas wovor sie dann innerlich in so eine Angst zu einer Lehre erstarren und mit sich innerlich nicht so richtig was anfangen können.

00:01:50: Genau das haben wir auch in der letzten Woche immer wieder von den Community Nachrichten von euch gemerkt, sehr viele von euch haben uns geschrieben und dieses Gefühl vermittelt dass wir dieses Thema mal ins Programm nehmen sollen.

00:02:02: Und wir haben einige eurer Nachrichten für heute ausgewählt die stellvertretend natürlich für viele andere Stehen die wir bekommen haben.

00:02:10: Wir kommen ja auch bald mit dem Live-Format.

00:02:12: Das haben wir ja auch vor, in Herbst und dann können noch viel mehr Leute Fragen stellen.

00:02:17: Dann wird vielleicht noch eine Runde spannender, auch mal live das dann zu machen?

00:02:21: Ja ich glaube es ist bestimmt sinnvoll.

00:02:23: Und heute wollen wir einfach gemeinsam schauen was steckt denn jetzt dahinter und vor allem was kann man denn auch konkret tun?

00:02:29: Genau Markus.

00:02:30: Und wie immer geht es ja nicht darum, schnelle Tipps zu geben oder das ganze kleinzureden sondern wirklich ein bisschen mehr reinzugehen zu sagen Ja kann ich das auch ein bisschen verstehen was da eigentlich in einem passiert und dann natürlich auch praxistaugliche Wege aufzuzeigen wie man damit umgehen kann Um sich daraus zu arbeiten weil das ist ein Prozess und das dauert natürlich auch ein Bisschen.

00:02:55: Das ist wichtig!

00:02:56: Dann lass uns doch auch gleich direkt mit der ersten Nachricht starten.

00:02:59: Die kommt von Sarah und Sarah schreibt uns.

00:03:02: Ich habe einen guten Job, eine funktionierende Beziehung Freunde Und auf dem Papier läuft alles gut Aber ich fühle mich leer.

00:03:10: Morgens wache ich auf und denke Wofür mache ich das alles?

00:03:13: Ich weiß nicht mehr was mich antreibt.

00:03:16: Es fühlt sich an als würde ich nur noch Rollen spielen aber nichts davon fühlt es sich nach mir an.

00:03:21: Was ist mit mir los?

00:03:23: Tja freu ich mich jede Woche.

00:03:26: Sarah vielen Dank dass du da so offen solche Themen ja mit uns teilst, weil alleine der Schritt ist ja schon mal gar nicht so einfach.

00:03:35: Und ich möchte direkt mal vorweg sagen, ja?

00:03:38: Mit dir isst gar nix falsch!

00:03:40: Du bist gut wie du bist und wir haben halt alle unsere Schwankungen und Krisen und Mentales durcheinander.

00:03:48: daher... Da ist schonmal nichts falsch an dir.

00:03:52: Das, was du da aber beschreibst ist kein persönliches Versagen.

00:03:55: Es ist ein Signal an dich – so würde ich es verstehen und vielleicht sogar ein sehr wichtiges.

00:04:00: In der Psychologie nennt sich das existenzielle Lehre oder auch funktionale Lehre.

00:04:07: Du funktionierst aber bist leer!

00:04:09: Du erfüllst quasi alle Rollen perfekt nach außen sowie du dir das auch vorstellst ja?

00:04:15: Aber im Inneren spürst du keine Verbindung mehr zu dir selber auf der Gefühls- und Emotionswelt wahrscheinlich auch.

00:04:23: Und verlierst dich dann natürlich einfach in deinen alltäglichen Rollen, ja?

00:04:27: Es fehlt ja vielleicht an deiner eigenen Beziehung zu dir selbst mit Bedeutung, dass du dich in deinen Tätigkeiten wieder wohlfühlst und auch den Spaß erkennst und nicht nur funktional in deinen Rollen drin hängst!

00:04:41: Ja aber... Woher kommt das, Georg?

00:04:43: Ich meine wenn doch alles funktioniert passt doch auch alles oder nicht.

00:04:48: Naja genau das ist der Punkt was du da sagst.

00:04:50: Da ist das Spezialgebiet glaube ich von Viktor Frankl.

00:04:54: einer der tatsächlich bedeutendsten Psychologen des zwanzigste Jahrhunderts hat damals gesagt wer ein Warum zum Leben hat.

00:05:02: bei ganz vielen Menschen ist es zb Wenn der Sinn zusammenpasst, ein gutes Warum zum Beispiel bei neunzig Prozent der Leute oder achtzig oder siebzig ist Kinder und Familie.

00:05:14: Dann weißt du noch, warum du alles warst?

00:05:16: Warum holst du einen Wasserkasten?

00:05:17: Warum gehe ich in die Arbeit?

00:05:18: Warum verdiene ich Geld?

00:05:20: Weil du selbst selber zu dir... Ach eigentlich brauche ich den Luxus gar nicht!

00:05:23: Aber du musst ja versorgen, du musst nach vorne gucken.

00:05:28: Das gibt dir schon mal ein gutes Warum?

00:05:31: Und Franke sagt, wer ein Warum zum Leben hat, erträgt fast jedes Wie.

00:05:37: Und genau das fehlt natürlich auch vielen Menschen heute.

00:05:41: und wir machen uns natürlich auch viel zu viele Gedanken weil wir Zuviel Zeit damit verbringen oder der Konsum uns trifft uns mit sowas zu beschäftigen weiß ich andere halt auch damit beschäftigen und wie natürlich durch Social Media und Co viel mehr Zugang haben und viel mehr uns auch vergleichen können in dem Leben.

00:06:03: Nicht das wie die Struktur, die Rollen, die Aufgaben sondern dass warum soll ich das tun?

00:06:09: Da kommt das Fragezeichen ja!

00:06:11: Und da steckt auch die tiefere Bedeutung dann auch drin.

00:06:16: Schön, dass wir in unserer Zeit mehr mit dem Machen und nicht mit dem Denken aufgewachsen sind.

00:06:21: Und die Bedeutung erst dann gelernt haben, wenn wir auch genug Erfahrung fürs Leben hatten?

00:06:25: Ja da bin ich echt dankbar!

00:06:27: Das fällt mir immer wieder auf ja... Die Menge, die auf uns damals zugekommen ist und das was wir im Geist zu verarbeiten hatten als Kinder, als Jugendliche, als Erwachsenwerden war gut begrenzt und wir mussten auch viele Sachen mit uns ausmachen, weil wir nicht wussten das es Zehntausende betrifft.

00:06:47: Und da ist natürlich was dran an deiner These Markus.

00:06:49: nur ist es heute einfach so.

00:06:51: Wir müssen schauen wie wir das alles verarbeitet bekommen Wie die Menschen da sich wieder mehr lernen sich abzugrenzen?

00:07:00: Wir mussten uns vielleicht früher gar nicht abgrenzen weil's gar nicht so viel war.

00:07:04: Ich glaube die Menge ist exorbitant hochgegangen und es schleicht sich ja auch so ein bisschen rein ins Leben.

00:07:11: Und das ist echt eine Menge, dass zu verarbeitet zu bekommen.

00:07:15: gerade auch junge Erwachsene egal ob Mädchen oder Junge brauchen da mehr Anleitung glaube ich.

00:07:21: zum Thema Abgrenzen auf Sicht achten Gefühle was bedeutet das liegt mir des?

00:07:26: Sich natürlich auch finden im Leben.

00:07:28: Das dauert natürlich wissen wir selber.

00:07:30: also manche haben sich mit fünftig noch nicht gefunden oder erfinden sich grad neu.

00:07:34: denn Früher fragen wir, warum mache ich das eigentlich?

00:07:39: Was treibt mich an.

00:07:40: Wenn man diese Frage ja nicht mehr beantworten kann dann entsteht natürlich genau dieses Gefühl von Lehre hinein.

00:07:48: Aber es ist auch so ein bisschen Luxusproblem also dass man sich überhaupt fragt was ist dessen.

00:07:52: In

00:07:53: meiner persönlichen Meinung nach ist es ja so die Frage ist vorkommen okay.

00:07:59: Ich hatte letztens mit jemandem saß ich zu solchen Themen zusammen und die war Und die steht in dem Alter mit solchen Fragen da.

00:08:11: Dann habe ich sie gefragt, bist du bereit schwanger zu werden?

00:08:17: Da hat sich gesagt um Gottes Willen nein, nein!

00:08:19: Da habe ich gesagt ja, Du bist vielleicht auch nicht so weit dir solche großen Fragen zustellen.

00:08:26: auch einfach viel Lebenserfahrung haben, sollte man haben um damit was anzufangen.

00:08:30: Man kann das tun aber wenn man sie natürlich stellt und mit der Frage nicht zurechtkommt dann wird es ja schwierig.

00:08:36: Macht man mit zwanzig nochmal glaube

00:08:37: ich noch gar nicht.

00:08:38: Ja wir nicht!

00:08:40: Warum?

00:08:40: Weil uns kein Social Media Kanal erreicht hat der dir gesagt hat du brauchst mein Coaching zum Beispiel weißt er?

00:08:48: Wir hatten noch Telefonkarten

00:08:50: Ja und wir hatten auch noch kein Telefon.

00:08:53: Und auf den ersten Blick könnte man ja genau das Denken Markus, da hast du vollkommen recht.

00:08:58: aber psychologisch betrachtet ist es natürlich das Gegenteil.

00:09:02: nur ist es so dass wir früher einen längeren Lebensweg hatten mit solchen Sinnfragen ja konfrontiert worden sein wie wir es gerade beschrieben haben.

00:09:10: das kam einfach bei uns viel später.

00:09:12: wo gesagt dazu der Sinn des Lebens als meine Frau die Kinder in der Schwangerschaft verloren hat.

00:09:17: da kamen das bei mir Das erste Mal, wo ich mich so hinterfragt habe.

00:09:21: Da gab es aber einen persönlichen Anlass und nicht den Social Media-Anlass aus Argentinien oder irgendwo.

00:09:28: Es ist aber auch ein menschliches Grundbedürfnis dass das was wir tun einfach für uns persönlich ab und zu Sinn ergibt ja?

00:09:37: Und vielleicht auch ganz wichtig zu sagen Ich finde, dass wir heutzutage einfach viel zu stark immer von großen Dingen reden.

00:09:45: Wenn wir über Sinnreden reden wie Elmask der meint das Sinn des Lebens ist, dass sie auf dem Mars müssen.

00:09:51: Da bin ich mir jetzt nicht so ganz sicher.

00:09:53: Aber da findet er natürlich seinen Antrieb dahinter sondern sinnhaftig kann ja auch was gleiches sein.

00:10:00: Ich find zum Beispiel oft für mich ist der Sinn einfach da, dass ich für andere da bin wenn Sie mich brauchen.

00:10:07: und gesamt gesehen es ist ja auch so dass man das ja, da gibt es ja dieses Wort Coherenz-Gefühl.

00:10:13: Also das Gefühl, dass deine eigenen Leben einen Zusammenhang gibt und das ist quasi zwischen tun Sinnwerte.

00:10:22: Da bewegt sich natürlich sowas.

00:10:23: Coherents vielleicht für die Zuschauer nochmal übersetzen, damit man das ein bisschen besser versteht?

00:10:29: Ich bin auch ein Freund von nicht zu vielen Fremdwörtern.

00:10:34: Ist auch witzig, was das Wort sagt!

00:10:36: finde ich eigentlich auch interessant.

00:10:40: Könnte man fast schon unter den Wörtern nehmen, die man nicht mehr sagen darf?

00:10:44: Weil fremdwörter können wir bitte Deutsch-Wörter nehmen.

00:10:48: Die Frage

00:10:49: wird auch noch kommen.

00:10:49: auf diesem Planeten das sage ich dir ja auch.

00:10:52: rechtsdeutsch und

00:10:54: Naja.

00:10:54: also das Kohärenzgefühl ist eine wichtige Ja man könnte sagen so eine Lebenseinstellung die beschreibt wie Menschen trotz Belastung gesund bleiben können.

00:11:05: es besteht aus den drei Säulen Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Sinnhaftigkeit.

00:11:11: Und das im Bezug miteinander ergibt dann quasi dieses Beziehungsmodell, dass dich da gut durch Krisen und Probleme auch durchführt.

00:11:21: Wenn dieses Gefühl aber natürlich fehlt, ja?

00:11:24: Dann kann man natürlich äußerlich noch so viel haben wie man will – das habe ich auch erfahren müssen.

00:11:28: Wir zwei kennen uns ja länger als die Sesamstraße hätte ich fast schon gesagt.

00:11:33: Solange ist es jetzt nicht.

00:11:34: Aber wir müssen mal gucken, wie lange es dir gibt!

00:11:36: Aber du kannst echt ganz viel an materialistischen Dingen haben und innerlich fühlst du dich einfach trotzdem wie eine leere Höhle.

00:11:47: Das kommt tatsächlich immer vor, ja?

00:11:49: Und was kann denn Sarah aus deiner Sicht konkret tun?

00:11:52: Ja!

00:11:53: Was ihr zum Beispiel helfen könnte ist eine Übung die man Resonanzprüfung mal so damit beschreiben würde.

00:12:02: Du prüfst deine Resonanzen bei deinem Tunen.

00:12:05: Das funktioniert dann so Markus, du gehst gedanklich durch einen typischen Tag durch.

00:12:10: Aber nicht in real sondern an dem Abend zum Beispiel also im Gedanken und stellst dir bei jeder Aktivität die relevant ist, also ich gehe auf die Toilette und frage nach dem Sinn des Lebens.

00:12:22: das ist natürlich jetzt nichts.

00:12:24: ja man muss immer aufpassen.

00:12:25: es ist ja die Leute fragen in der Community auch viele Sachen aus anderen Perspektiven aber die Perspektive betreuen wir hier meistens nicht, weil Leben hat halt viele Perspektiven.

00:12:36: Deswegen meine ich du musst quasi in Gedanken durchgehen was war relevant heute?

00:12:40: Welche Aktivitäten sind da da und was habe ich quasi spürig dabei?

00:12:47: etwas bei der Aktivität Freude Nervigkeit Und dann kommt es zu unserer Zeit.

00:12:52: ist es zum Beispiel so glaube ich gewesen früher wo wir jung waren Ja, es nervt halt aber man redet und denkt nicht so viel drüber sondern arbeitet's halt einfach weg.

00:13:00: Fühlst du dich dabei lebendig oder machst du das nur weil es erwartet wird?

00:13:06: Und ganz wichtig ist bei dieser Übung, du erteilst nicht über deine Antworten.

00:13:11: Das ist natürlich ganz wichtig!

00:13:13: Du sammest erstmal einfach Informationen, könntest auch ein Tagebuch führen oder so.

00:13:19: Weil oft stellen wir fest dass wir achtzig Prozent unserer Zeit mit Dinge verbringen die uns innerlich gar nicht mehr berühren Was aber auch ganz normal ist, wenn man dazwischen Ballons empfühlen hat.

00:13:32: Daher ist es dann ganz normal zum Beispiel ich glaube dass wir beide aus der Generation kommen Arbeit ist erbert jetzt wird gearbeitet und Ich würde sagen zu dem Teil, wir hinterfragen das nicht.

00:13:44: Weil der Sinn ist dafür man geht arbeiten, man ernährt die Familie und bringt Geld nach Hause Man kann essen und trinken Und dafür ist schon mal Arbeit da.

00:13:55: Es ist natürlich super wenn es inhaltlich auch noch ein bisschen Freude daran hat.

00:14:00: Aber auch das ist eine Frage des Blickwinkels ob du Freude dran hast oder ob alles negativ siehst.

00:14:06: Daher ist ganz normal da drinnen der Balance zu haben oder natürlich auch eine Unbalance zu bekommen.

00:14:14: Aber durch dieses Reinführen und dir mal aufnotieren, was fühlst du dabei?

00:14:18: Das ist so ne ganz interessante Übung glaube

00:14:21: ich.

00:14:21: Ja also ich glaub Balance war das richtige Stichwort und ich glaube da steckt auch für viele so der eigentliche Kern der Frage drin.

00:14:28: Und das ist ein guter Punkt.

00:14:29: und er führt uns schon zur nächsten Frage Wie kommt von Daniel?

00:14:34: und Daniel schreibt uns Ich bin seit fünfzehn Jahren im selben Job.

00:14:38: Früher habe ich das geliebt, heute fühlt es sich an wie ein Hamsterrad.

00:14:42: Ich bin erschöpft aber nicht erfüllt.

00:14:44: abends falle ich nur noch auf die Couch und strolle.

00:14:47: sind wir wieder beim Social Media.

00:14:49: Ich weiß dass das nicht hilft aber ich habe keine Kraft für mehr.

00:14:52: Wie komme ich da raus?

00:14:54: Das verstehe natürlich sehr gut.

00:14:56: Die Muster hat glaube ich fast jeder übrigens ich auch passiert mir auch mal ja Und hier ist es aber auch sehr wichtig, erst mal zu sagen.

00:15:04: Das hat gar nichts mit Faulheit zu tun, sondern das ist einfach ein Erschöpfungsmuster.

00:15:10: Was du da beschreibst, glaube ich nennt man in der Psychologie Vermeidungsverhalten durch passive Betäubung.

00:15:16: Da war ich früher auch mal Master drin oder Markus?

00:15:18: Das kennste.

00:15:19: Ja definitiv!

00:15:20: Da kann ich mir auch noch gut dran zurück erinnern und dann gab's schon paar Anlässe.

00:15:24: Die Du da gemerkt hast.

00:15:27: Daher kommt ja ein großer Teil meiner Erfahrung.

00:15:30: Aber Daniel, du weißt das dir etwas einfach fehlt!

00:15:33: Ja?

00:15:33: Aber statt dich natürlich dem Thema zu stellen betäuben wir das Gefühl und flüchten uns wohin in Ablenkung, in die Einfachkeit was in Anführungszeichen auch jeder macht und es ist einfach total nachvollziehbar weil es einfach für den kurzen Moment dir Erleichterung verschafft.

00:15:54: Auch ich mache das, ich fahre auf Sofa und mach die Tür zu und fange Skrollen an weil ich vielleicht wirklich erschöpft bin oder gerade Flüchte vor etwas was mich eigentlich belastet und ich will mich grade nicht damit beschäftigen.

00:16:08: Langfristig führt es natürlich in eine Spirale Weil nach dem Skrolling fühlst du dich natürlich nicht nur leer sondern auch schuldig Und das verstärkt natürlich noch die Lehre dann dazu.

00:16:20: Also Skollen ist ne klassische Fluchtreaktion.

00:16:23: Ja, ganz genau.

00:16:25: Es ist keine bewusste Entscheidung für Entspannung sondern eine Flucht vor unangenehmen Gefühlen und genau da kann man natürlich auch ansetzen.

00:16:35: Da mache ich selber wirklich regelmäßig selber.

00:16:38: was helfen kann ist die zehn Minuten Regel.

00:16:41: Das hatten wir ja schon in anderen Themen wo wir zum Beispiel gesagt haben erst kommt die unangeniene Aufgabe und dann kommt die Belohnung der Kaffee Und hier ist es dann so, wenn du merkst dass du in den Scroll-Modus verfällst stellst du dir einen Timer auf zehn Minuten und machst vorher etwas anderes was dir wirklich Entspannung bringt.

00:17:05: Irgendetwas das so eine Art minimale Aktivität erfordert aber den Geist nicht in dem Reiz hält und nicht in die Betäubung verläuft.

00:17:14: zum Beispiel Es ist ganz einfach um trotzdem ganz schwierig Aufstehen, Schuhe an.

00:17:21: Zehn Minuten spazieren gehen Oder mal Handy aus und Musik hören Ein Glas Wasser bewusst trinken Eismüfferei tun Drei Seiten in dem Buch lesen.

00:17:34: Oft merkst du dann dass der Drang nämlich beginnt nachzulassen Weil der Scroll Impulse keine echte Sehnsucht ist sondern ja nur Ein Fluchtreflex.

00:17:46: Und wenn du den kurz unterbrechst, dann gewinnst du wieder Handlungsspielraum und darum geht es quasi sich so aus.

00:17:53: Jeder hat Muster hundert Dillen und da sich zu versuchen wie kann ich mich selbst austricksen?

00:17:59: Aber Georg ist das mit dem Hamsterrateffekt also in diesem Gefühl im Job, dass löst er die zehn Minuten Regel jetzt nicht unbedingt.

00:18:06: Wenn du nur ein One-Way-Ticket nimmst, dann funktioniert das schon.

00:18:11: Also ist halt keine zehn Minuten, sondern zehn Jahre.

00:18:14: Aber gut!

00:18:15: Nee also da hast du natürlich vollkommen recht absolut nicht.

00:18:18: Das ist der tieferen Punkt.

00:18:21: was Daniel braucht es eine Rückkehr zu dem was ihn früher am Job begeistert hat oder die Erkenntnis dass sich seine Werte zum Beispiel vielleicht verändert haben und das ist auch völlig okay.

00:18:34: Menschen entwickeln sich nun mal weiter.

00:18:36: Was mit sechsundzwanzig zum Beispiel Sinn ergeben hat, muss ja mit einundvierzig nicht mehr stunden.

00:18:41: Mit sechsund zwanzig bin ich in den Club und auf Partys gegangen.

00:18:45: Und heute wenn einer zu mir sagt lasst uns einen Firmenausflug nach Budapest machen dann sage ich bist du verrückt?

00:18:48: wir können auch an See fahren oder eine runde Grill.

00:18:51: das ist halt einfach die Veränderung.

00:18:54: Das nennt man auch einen biografischen Richtungswechsel in permanenten veränderten Phasen- und Lebensphasen.

00:19:03: Und die Frage ist, was hat sich denn verändert?

00:19:06: Was war früher da, was heute fehlt?

00:19:09: und dann kann man Mikroabenteuer der Bedeutung starten.

00:19:14: Also kleinere Experimente, die nichts mit dem Job zu tun haben aber die Neugierde wieder weckt.

00:19:22: Ja also ich glaube das ist ein guter Moment um auch hier mal wieder kurz wirken zu lassen und kurz drüber nachzudenken bevor wir zur nächsten Frage kommen, die uns von Lena erreicht hat.

00:19:33: Mein Parbenkind

00:19:34: heißt es.

00:19:34: Ah, schön!

00:19:35: Ja Lena ist aber jetzt nicht sein Parbenkinder, sondern nein... Die Lena die schreibt uns.

00:19:41: ich habe das Gefühl dass alle um mich herum wissen was sie wollen nur ich nicht.

00:19:45: Ich probiere immer wieder neue Dinge aus Aber nichts fühlt sich richtig an.

00:19:49: Bin ich einfach zu wählerisch oder findet mir etwas grundsätzliches?

00:19:53: Meinst du ich könnte mal versuchen beim Guinness Buch der Rekorde anzufragen ob ich derjenige bin?

00:20:00: Ein hohes Level hat an, fängt neue Sachen an.

00:20:05: So ein Versuch wäre es auf alle Fälle wert?

00:20:08: Wenn man mal eine Beemersammel-Stellliste durchgeht, glaube ich wird schon gefährlich an neuen Dinge ausprobieren.

00:20:13: Ja das ist schon grenzwertig.

00:20:16: Lina da ist schon eine Antwort.

00:20:19: Ich würde sagen die Menschen um dich herum wissen vielleicht für den Moment was sie wollen und das sollte für dich auch einfach auch egal sein weil Es sind die anderen, es ist nicht dein Leben.

00:20:30: Vergleichen ist grundsätzlich keine gute Idee, keiner kann in den Schuhen des Anderen laufen und ich kann dir versichern du bist da nicht wählerisch.

00:20:40: was du beschreibst ist etwas das viele junge Erwachsene heute erleben.

00:20:44: Das könnte man so nennen Orientierungslosigkeit in der Optionsvielfalt.

00:20:50: wir haben Echt eine brutale Erhöhung der Optionsvielfalt zu mal vor zwanzig Jahren.

00:20:59: Wir leben wirklich in einer Zeit, in der theoretisch ja alles möglich ist und wenn man eine Sekunde das nicht sauber hinterfragt dann bleibt man schnell hinten dran weil man denkt wieso kriege ich das nicht hin?

00:21:10: Schau dir hier auf Instagram!

00:21:11: Der fliegt zur Mars.

00:21:12: Wieso ich nicht?

00:21:13: Ja die reißt schon wieder nach Miami.

00:21:15: also es genau dass Da beginnt die Falle eigentlich.

00:21:22: Denn wir leben ja in der Zeit, die ist wirklich verrückt.

00:21:26: und da sind wir wieder an dem Punkt Du musst deine eigene Welt in dieser Welt bauen.

00:21:31: Die hat auch Leitplanken und Abgrenzungen.

00:21:34: Und was geht wirklich?

00:21:35: Wo hast du auch wirklich Energie dafür?

00:21:37: Das gilt es natürlich im Moment dann auch für dich rauszufinden.

00:21:42: Was sagst du Markus zu diesem Überfluss der theoretischen Möglichkeiten?

00:21:46: Wie siehst du das

00:21:47: eigentlich?

00:21:49: Ja, ist das wirklich eine gute Frage.

00:21:53: Überfluss über Fluss und die verschiedenen Optionen?

00:21:55: Ich glaube auf dem ersten Blick klingt es immer erst mal gut aber psychologisch ist das bestimmt extrem belastend.

00:22:01: da weil man mehr Optionen ja nicht immer mit Klarheit in Verbindung setzt glaub ich Das ist so.

00:22:10: Man hat einfach zu viel auf den Tisch und man schaut immer zu viele auf die anderen, guckt immer irgendwie was macht der wie du schon gesagt hast?

00:22:16: Der ist auf Instagram.

00:22:17: das ist so wie in dieser Werbung mein Haus, mein Auto, mein Boot.

00:22:21: Guckt mal nach ob ihr das auf YouTube findet.

00:22:23: da gibt es eine Werbung von der Sparkasse war.

00:22:25: Mein Haus, meinen Pferd ,mein Boot, mein Hund, ja mein alles irgendwie.

00:22:31: Ja das ist doch...das ist eine Vater Morgana.

00:22:37: So ein bisschen, ne?

00:22:38: Weil Lena die Optionen sind für viele nicht positiv sondern pure psychische Überlastung.

00:22:44: ja weil wir mehr Optionen nicht automatisch mehr Klarheit bedeutet.

00:22:49: oft bedeutet sie mehr Verwirrung.

00:22:51: Ja also ist es eher so ein gesellschaftliches Problem und nicht nur ein persönliches oder

00:22:55: Nee auf jeden Fall beides.

00:22:56: Grundsätzlich kann man immer sagen wenn du das problem Außen suchst und die Lösung außen bist falsch.

00:23:04: Die Lösung steckt in dir und das Problem steckt auch in dir.

00:23:07: Und das Problem wird nicht von außen zugetragen, sondern du lässt dich vom äußeren Reiz reizen.

00:23:14: Ja also du grenzt dich nicht gut genug ab könnte man sagen.

00:23:18: Es ist eher finde ich so ein strukturelles Problem.

00:23:22: individuell gelöst werden muss.

00:23:24: Strukturell können wir die Sachen nicht verhindern, Social Media Facebook Instagram was es da alles gibt gab's früher ja auch.

00:23:32: aber man muss schon fairerweise sagen dann muss der Jugend schon zu gut erhalten.

00:23:36: dieses Vortäuschen von Alles ist möglich Brandgefährlich einfach.

00:23:41: Weil du natürlich auch, wenn du Sachen deine Träume nicht schaffst und plötzlich lernst das da Widerstand kommt dann wirst du frustriert kommst dich vorwärts erreichst nicht dein Traumjob Und dann fällt es ja halt in so eine halbe Depression.

00:23:53: Ja und Es will einfach.

00:23:59: Allgemein ist es da aber Du musst es individuell lösen.

00:24:03: In der Soziologie spricht man von Resonanz als Gegenmittel zu Enfremdo.

00:24:09: Also nicht die Frage, was könnte ich alles machen ist entscheidend.

00:24:14: Sondern... Was berührt mich wirklich?

00:24:19: Was möchte ich wirklich?

00:24:21: Weil möchte ich gerade nach Miami oder finde, steckt da etwas anderes dahinter, dass man sagt ach!

00:24:27: Ich würde gerne mal wieder was Neues sehen Ja, dann muss es ja gar nicht Miami sein.

00:24:31: Dann reicht auch Wien so ein Gewehr.

00:24:33: Sondern man flüchtet schnell einfach in den anderen Gedanken und das ist etwas, dass man nicht denken kann.

00:24:40: Das muss man spüren was sein Bedürfnis halt ist.

00:24:44: Aber

00:24:46: wie findet man das raus?

00:24:48: Welche Möglichkeiten hat man da?

00:24:49: Naja zum Beispiel kannst du dort biografisches Spurenlesen machen bei dir selber.

00:24:55: Du gehst zurück in deine Geschichte und fragst, wann habe ich mich das letzte Mal wirklich lebendig gefühlt?

00:25:02: Was hab' ich da gemacht?

00:25:04: Mit wem war ich zusammen.

00:25:06: Was hat mich damals so angetrieben und mir Spaß gemacht?

00:25:09: Und diese Spuren sind ja da!

00:25:11: Die sind vorhanden... Ich sag ja oft gerne du unsere mentale Datenbank wird gesteuert von der Tastatur wie am Computer.

00:25:21: Da sind auch Lampen drauf die uns Signale geben.

00:25:24: aber über den Lauf der Zeit und dieser ganze, nennen wir es mal schlechte und zu viel Input ist wie Sand.

00:25:34: Und er liegt über der Tastatur und du kannst deine eigenen Spuren nicht mehr sehen.

00:25:39: Du siehst nicht mehr was dir Spaß macht.

00:25:41: Weil du kennst meinen Zustand als du mich im Jahr zwei tausend achtzehn, zweitausend neunzehnt in die Klinik gefahren hast.

00:25:46: da war ich walking dead weil über meine Tastatur war kein sand sondern ich würde gesagt er war von oberlichster komplette Hinkelstein drauf.

00:25:54: also Dann kommt kein Signal an und ich kann auch keinen Knopf mehr drücken.

00:25:57: Da ging einfach nichts mehr, aber die Spuren sind ja nicht verloren!

00:26:01: Du kannst sie hier wieder frei legen... Und dann beginnst du zum Beispiel mit kleinen Experimenten Markus.

00:26:08: Nicht als Karrierestrategie sondern einfach aus Neugier.

00:26:12: Das gibt dir wieder ein Gefühl von Selbstwirksamkeit Also das Gefühl dass du etwas beeinflussen kannst und nicht nur dauernd immer im reagieren bist.

00:26:22: Ja also Was würdet ihr da außen dazu sagen?

00:26:26: Kennt ihr das auch?

00:26:27: Also dieses Gefühl, dass alle anderen genau wissen wo es hingeht.

00:26:31: Nur man selbst weiß das nicht.

00:26:33: Schreibt uns gerne in die Kommentare weil es würde nicht nur mich und es würde interessieren wie viele von euch das auch kennen.

00:26:41: Und weil es wahrscheinlich viele berührt, die gerade Ähnliches erleben.

00:26:45: und das führt uns auch zur nächsten Community Nachricht, die uns erreicht hat von Thomas und er schreibt uns meine Beziehung fühlt sich leer an Wir funktionieren gut zusammen, aber ich spüre keine Verbindung mehr.

00:26:58: Ist das normal nach acht Jahren oder ist es ein Zeichen dass sich gehen sollte?

00:27:04: Das sind natürlich dann schon sehr weit vorgegriffen da packen wir das mal woanders an.

00:27:08: Thomas das ist natürlich einer der schwersten Fragen überhaupt wenn man innerlich hin und her gerissen ist und dann noch über Beziehung redet wer in einer längeren Beziehung schon mal war oder ist.

00:27:26: Ich sag jetzt mal, wahrscheinlich für die heutige Welt schon schwierig aber zehn Jahre plus wo wir beide deutlich drüber sind wer hatte das noch nicht und hat sich gefühlt und gesagt sie geht mir auf den Keks ich gehe ihr auf dem keks ich verpiss mich und such mir jemand anders oder bleib alleine?

00:27:43: ganz normal weil zwei Menschen die zusammen leben und wohnen und das Leben meistern müssen also einfach nichts Ungewöhnliches.

00:27:54: Und ich will dir da aber auch gleich mal sagen, da gibt es keine einfache Antwort darauf weil ja die gibt's schlicht ungegreifend nicht.

00:28:02: Aber Ich kann Dir sagen Ja Es ist normal dass sich Beziehungen über Jahre einfach immer wieder verändern um man sich immer wieder finde ich finden muss.

00:28:12: Die Frage Ist Was Du Da Als Lehre Beschreibst eine vorübergehende Phase Oder ist es ein dauerhafter Zustand?

00:28:20: Das ist schon mal die Kernphase.

00:28:22: Und eine Phase kann auch mal länger sein, das kann auch einmal Wochen oder Monate sein.

00:28:26: ja, das kenne ich selber von mir und Ich habe dann immer gemerkt besonders seit den zehn Jahren wo ich mich jetzt gerade mit der Tiefe der Psychologie auch beschäftige.

00:28:35: ich komme immer zum gleichen Ergebnis Es liegt gar nicht an der Person, es liegt an mir.

00:28:40: Ich habe ihn gerade aus der Balance draußen und dann versuche, das wegzurefliktieren.

00:28:44: Und es auf Rehmann zu projizieren?

00:28:46: Und zu sagen, Markus geht mir mal so richtig auf den Sender!

00:28:51: Wenn man ehrlich ist in fünfzig Prozent der Fälle ist es so dass ich mich selber nicht leiden kann.

00:28:55: Dann lasse ich's an ihm aus.

00:28:57: Nicht nett aber passiert jedem von uns oder ist es ein dauerhafter Zustand, der schlimmer wird?

00:29:04: Da würde ich natürlich auch sagen, sucht ihr da auch mal Beratung zu dem Thema um dich gut zu reflektieren.

00:29:10: Der Paar-Therapeut John Goodman unterscheidet zwischen Beziehungskrisen die Teil einfach eine Entwicklung sind und

00:29:18: fundamentaler

00:29:19: Inkompatibilität.

00:29:21: ja das ist der Unterschied.

00:29:23: Bist du einfach gerade in diesem Problem drin, dass man sagt das ist eine Phase oder ist es dauerhaft inkompatibel mit euch beiden?

00:29:33: Und das kann man nur herausfinden indem er hineinschaut lieber Thomas.

00:29:37: Ja wie schaut man denn hinein?

00:29:39: also ohne jetzt die Beziehung gleich zu gefährden?

00:29:42: Mein erster Gedanke war letztendlich mal auf diese fiesen Fragen zu stellen.

00:29:46: Aber dafür sitzen wir ja hier!

00:29:48: Wie schaut man rein Markus?

00:29:51: Eines der schwierigsten Sachen in die

00:29:54: man

00:29:54: einfach mal versucht, sich selber diese Frage ehrlich zu sich selber zu beantworten.

00:30:02: Und das ist echt glaube ich verdammt schwer und das nicht vorwurfsvoll sondern verletzlich liebevoll.

00:30:09: ja du könntest ja sagen Ich merke dass ich mich gerade leer fühle und sprichst auch mit deinem Partner.

00:30:16: Nicht nur in der Beziehung, sondern generell im Leben.

00:30:20: Weil dann merkst du schon es sind ja zwei Sachen.

00:30:22: Ich fühl mich in meinem Leben leer und in der Partnerschaft Also bist er schon nur noch bei fünfzig Prozent.

00:30:27: also fünfzig prozent kannst was mir die Beziehungen zusammenhängen und fünfzig Prozent nicht.

00:30:34: Und ich möchte einfach verstehen Was das mit mir macht und was das mit uns macht in der Partnerschaft.

00:30:40: Und das ist keine Anklage an deine Partnerin, sondern eine Idee, was ihr gemeinsam oder für dich daraus reflektieren könnt.

00:30:48: Ja?

00:30:49: Und dann schaut man einfach gibt es da noch Resonanz, gibt's da Reaktion, gibt´s da Gefühle, gibt'st da Bedürfnisse merkt man, dass wir den anderen natürlich doch schon anfängt zu vermissen.

00:31:02: ja Gibt es da Momente, in denen ihr euch wirklich wieder begegnet?

00:31:06: Oder ist das nur noch blanke Gewohnheit.

00:31:09: Da muss man reingehen.

00:31:12: Achtung, fiese Frage!

00:31:13: Und wenn's dann tatsächlich nur Gewohnkeit ist...

00:31:15: Scheiße, jetzt hab ich was angefangen.

00:31:19: Das ist auch eine Antwort aber eine die man sich natürlich bewusst machen muss weil der ganz viel dran hängt Weil viele Menschen bleiben einfach in Beziehungen nicht aus Liebe, sondern aus Angst vor dem was kommt.

00:31:34: Vor dem Alleinsein und das ist natürlich menschlich total verständlich.

00:31:40: aber man muss sich natürlich fragen Das ist nicht fair weder dir selbst gegenüber noch deinem Partner.

00:31:47: Manchmal ist einfach Ehrlichkeit das größte Geschenk dass man sich gegenseitig machen kann auch wenn es in den Moment natürlich sehr wehtun kann.

00:31:58: Okay, ich finde daran sieht man auch wie schwierig das wirklich im Alltag oft ist.

00:32:03: Und in eine ähnliche Richtung geht auch das was Melodie beschreibt.

00:32:09: Meine Kinder sind aus dem Haus Mein Mann und Ich leben nebeneinander her.

00:32:12: Früher war ich Mutter Ehefrau Managerin des Alltags.

00:32:17: Jetzt frage ich mich wer bin ich eigentlich?

00:32:20: Ich fühle mich verloren.

00:32:22: Ja also ich sage ich bin der Manager des Kraus Jeden Tag jede Woche.

00:32:25: Zum Glück wird er es ja nicht aufgenommen.

00:32:29: Melanie, das ist eine zutiefd existenzielle Frage die da in dir auftaucht und eine die viele Frauen in deiner Lebensphase betrifft.

00:32:40: Also seid ihr klar?

00:32:42: Da bist du nicht alleine!

00:32:43: Das ist einfach eine Phase in die ganz ganz viele reinrutschen.

00:32:48: was du da beschreibst klingt einfach nach einer Identitätskrise nach dem Rollenverlust.

00:32:54: Du hast die jahrelang Rollen ausgefühlt, sie top akzeptiert und sehr gut hinbekommen.

00:33:01: Und plötzlich fallen diese Rollen einfach weg!

00:33:04: Dann stellst du fest... Wer bin ich eigentlich ohne diese Rollens?

00:33:07: Weil da gar keine Zeit dafür war sich selber wieder zu finden.

00:33:12: Das kann natürlich sehr erschütternd sein aber das kann auch eine super Chance für dich sein.

00:33:16: Chance für was?

00:33:19: Markus nennt nur Chance für den neuen Definition.

00:33:23: Ein schöner Satz, den ich immer wieder mir selber sage ist.

00:33:26: Das Leben wird nach vorne gelebt und rückwärts dann verstanden.

00:33:32: in die Richtung muss es einfach gehen.

00:33:34: Es ist einfach eine Chance sich wieder neu zu entdecken.

00:33:37: Sie kann dann wieder mal sich neu definieren Sich eine neue Rolle suchen Und diese dann wieder neu positiv ausfüllen.

00:33:45: Manche Psychologen sprechen hier von Lebensphasen, in denen wir uns neu erfinden müssten.

00:33:50: Zwangsweise!

00:33:53: Heute war ja mein Kollege, mein Handwerker da im Garten.

00:33:57: ein junger Kerl, vierundzwanzig kommt aus der Ukraine.

00:34:01: Der muss sein ganzes Leben neu erfunden.

00:34:03: Der wollte nicht weg von zu Hause, von seiner Familie und allem.

00:34:07: Also die Phasen tauchen permanent auf aber es hilft oft mal wenn man sie dann bewusst wahrnimmt.

00:34:14: Und genau in so einer Phase bist du gerade einfach Melanie.

00:34:17: Die Frage ist nicht wer war ich sondern wer will ich jetzt sein?

00:34:22: In der Zukunft!

00:34:23: Das kann nur du beantworten.

00:34:26: Da musst du einfach mal gucken, wie du dich wieder findest.

00:34:31: Eine neue Rolle und eine neue Philosophie für dein Leben entwickelt es.

00:34:34: Neue Aufgaben, neue Interessen auch.

00:34:39: Dafür ist nicht der Mann zuständig, nicht die Kinder oder auch nicht die Gesellschaft sondern hauptsächlich natürlich du aber vielleicht ein offenes Gespräch mit deinem Mann um zu reflektieren was könnte man so machen in der Zukunft zusammen?

00:34:54: Aber wie findet man das raus, wenn man so lange für andere gelebt hat?

00:34:59: Ja, indem man wieder Kontakt mit sich selbst kommt.

00:35:03: Das klingt banal aber ich muss sagen es ist wirklich extrem schwer.

00:35:08: nach meiner schweren Erkrankung aus der Klinik heraus habe ich Jahre damit verbracht mich wieder selbst zu finden sozusagen wieder Kontakt zu mir herzustellen weil gemainstreamt und haben nur noch funktioniert ohne Emotionen und Gefühle und allem drum und dran.

00:35:27: Die alte Rollen wollte ich auch nicht mehr, sondern die waren eher Gift für mich.

00:35:31: Das ist echt eine Challenge!

00:35:32: Das kann für manche ein Feld ist einfacher.

00:35:35: Der Beginn ist natürlich überhaupt sich dem mal bewusst zu werden dass es einen neuen Schritt, ne neue Tür, nen neuen Raum einfach nach vorne gibt ja?

00:35:43: Und das is meist natürlich ein längerer Prozess.

00:35:46: und was helfen kann sind da die Selbstbegegnungsrituale, das würde ich vielleicht mal so benennen.

00:35:54: Das sind kleine regelmäßige Momente in dem du dich nur mit dir selbst beschäftigst Minuten eine Stunde oder so einfach Zeit mit dir verbringst oder mit deinem früheren inneren Kind, mit deiner früheren Innerenzeit bei einem Spaziergang alleine zum Beispiel.

00:36:12: oder du führst ein Tagebuch ja?

00:36:15: Oder du liest dein altes Tagebuch Weil da findest du ja das früher.

00:36:21: Oder du besuchst einfach mal einen Kurs, der dich interessiert.

00:36:24: Nicht als Mittel zum Zweck sondern einfach weil es dich neugierig macht.

00:36:28: Das bringt dich auf andere Gedanken.

00:36:31: Es gibt dir auch wieder das Gefühl dafür wer du bist, wer du sein könntest jenseits von diesen vergangenen Rollen, sondern im Zukunftsbild.

00:36:41: Ja ich glaube dass ist ein guter Punkt den man sich mitnehmen sollte und auch ein gutter Punkt um Die nächste Frage aufzublenden, nämlich die von Fabian.

00:36:52: Und Fabian schreibt uns... Ich habe alles was man sich wünschen kann.

00:36:56: Soll mal wieder ein Konsumthema zurück aber ich bin nicht glücklich!

00:36:59: Ich schäme mich dafür weil ich weiß dass es anderen schlechter

00:37:02: geht.

00:37:03: warum fühle ich mich trotzdem so leer?

00:37:06: Ja Fabian, Geld macht nicht glücklich.

00:37:10: ganz einfache Antwort.

00:37:13: Daher muss man sein Glück woanders finden und mit seinen materiellen Reichtum natürlich auch umgehen zu können oder sich da auch abzugrenzt ist.

00:37:20: Nice to have, schön zu haben hat auch seine Momente aber Glücksseligkeit findet man halt woanders ja?

00:37:27: Und Fabion bitte schäme dich nicht dafür das ist vollkommen okay.

00:37:31: es is dein Leben in dem du so seien darfst wie du bist Und da gibt es auch nichts, wofür du dich da schämen musst.

00:37:40: Denn ist einfach eine Phase aus der du dich einfach wieder rausarbeiten wirst.

00:37:44: Klingt auf jeden Fall mal danach der nächste Porsche oder den nächsten Rotlex?

00:37:48: Ist nicht!

00:37:49: Das ist quasi die andere Richtung nämlich zu dir selber.

00:37:51: ja das was du da fühlst ist einfach real und es wird ja nicht weniger real nur weil es anderen schlechter geht.

00:37:58: also dass ist echt ein Denkfehler der auch sehr oft verbreitet ist.

00:38:02: Man nennt das übrigens komprative Schuld, die Idee dass man kein Recht hat zu leiden.

00:38:07: Wenn es anderen schlechter geht dann darf nie irgendeiner auf der Welt leiden weil es gibt immer einen derens schlechter.

00:38:12: ich finde immer ein der schlechtergeht als dir.

00:38:14: ja aber Gefühle funktionieren nicht nach dieser Logik.

00:38:18: deswegen gehört das Gefühl dir und wie's andern geht ist in dem Fall unrelevant.

00:38:25: du musst auf dich achten wenn es dir damit schlecht geht.

00:38:27: da ist für dich eine schlechte Situation.

00:38:29: Punkt und Lehre ist ja kein Luxusproblem, es ist ein existenzielles Problem.

00:38:35: Okay aber woher kommt denn diese Scham?

00:38:38: Naja... Es ist natürlich so aus unserer leistungsorientierten Gesellschaft die uns natürlich permanent einredet wenn du alles hast musst du glücklich sein!

00:38:49: Ich würde sagen, das ist ein Bild, dass sich schon bei uns so durchdreht.

00:38:54: Hey!

00:38:54: Bei dir muss es ja laufen, dir muss gut gehen, hast du wieder neun Porsche oder neues Auto und neuen Golf?

00:39:00: Wir reden auch immer nur in Superlativ.

00:39:02: Da sind wir wieder da.

00:39:04: Und wenn du nicht glücklich bist, bist du undankbar.

00:39:06: Ganz einfach.

00:39:06: Das ist doch was man so ein bisschen sich daraus triggert.

00:39:10: Und das zeigt uns ja Gesellschaft jeden Tag auf.

00:39:14: aber das ist halt einfach Quark Unsinn, Blödsinn, Quatsch.

00:39:19: Glück und Erfüllung sind nicht dasselbe wie Wohlstand oder Status.

00:39:24: Da Erik Fromm hat da von haben und sein das mal sehr brillant beschrieben.

00:39:33: Du kannst alles haben Markus!

00:39:35: Und trotzdem nichts sein.

00:39:37: als ich das auch mal in meiner Karriere früher für mich so festgestellt habe weil ich mir ganz oft auch ich hab mich betäubt mit materialistischen Dingen denen ich Bedeutung zugesprochen habe.

00:39:53: Und heute arbeite ich ganz anders, eine Zeit lang wollte ich auch mal alles verkaufen und jetzt habe ich seit Jahren eine tolle Beziehung zu materiellen Dingen.

00:40:06: Mein Zweck ist oft das was ich habe teile ich gerne mit anderen und gebe es ihnen zum Nutzen als Beispiel, weil ich dem nicht mehr so viel wert und nicht mal so viel Bedeutung zusprechen.

00:40:18: Und daher finde ich den Satz echt gut!

00:40:19: Du kannst alles haben und trotzdem nichts sein, ne?

00:40:22: Weil du keine Verbindung zu dir selber hast.

00:40:25: Da bist du wirklich für mich eine traurige arme Sau der man helfen muss.

00:40:33: Okay, und welche Ideen hast du für Fabian?

00:40:37: Was kann er tun, Georg?

00:40:38: Also... Fabian, da würde ich auf jeden Fall auch mich zur Verfügung stellen.

00:40:42: Schreib uns gerne mal eine E-Mail wenn du darüber mal telefonieren willst.

00:40:45: in dem Zoom Call mache ich gerne kostet auch nichts können wir gerne machen weil da rüber mal zu sprechen.

00:40:53: Wir sind auch um überlegen, ob wir darüber ein Angebot anbieten weil das Problem dann immer mehr Leute haben.

00:40:58: Sie erreichen die Leiter Nummer sieben wo sie sich Luxus leisten können und werden immer unglücklicher und verstehen das natürlich nicht.

00:41:06: er kann sich vielleicht einfach mal die Erlaubnis geben dass sein Gefühl alleine einmal berechtigt ist.

00:41:13: Und dann kann er sich fragen was fehlt mir denn wirklich?

00:41:18: Nicht materiell sondern existenziell.

00:41:23: Vielleicht ist es ja Verbindung, vielleicht ist es Sinn, vielleicht auch Kreativität und dann kann er kleine Experimente starten die in dieser Richtung gehen könnten.

00:41:35: nichts als große Veränderung kleine Schritte einfach, sich mal vorantasten was ihm da gut tut wie dann alten Freund finden mit dem Zeitverbringe vielleicht auch mal wieder in Schwimmbad mit Kindern oder mit einem Patenunkel oder mit dem Opa spazieren gehen.

00:41:51: Einfach Verbindung schaffen.

00:41:54: Also das ist auch ein Punkt wo mich wieder interessieren würde kennt ihr dass da außen auch?

00:41:58: Dass man sich so schuldig fühlt wenn man sich leer fühlt Obwohl es einem objektiv ja irgendwie gut gilt.

00:42:04: Also schreibt das gerne in die Kommentare, ich glaube da kommt bestimmt interessantes Feedback zusammen.

00:42:09: Gut Georg wir haben jetzt sechs sehr unterschiedliche Fälle gehört.

00:42:14: Sechs so wieder durch?

00:42:15: Ja aber es gibt ja auch Muster also so Dinge die in allen irgendwie gemeinsam sind.

00:42:21: Das ist klar zu erkennen absolut wenn man sich die Fälle im gesamten mal ein bisschen Gemeinschaftlicht anschaut, sind eigentlich drei zentrale Muster die immer wieder auftauchen.

00:42:36: Wir haben da Rollenverlust oder Rollenerstarung.

00:42:40: Die Menschen funktionieren in ihren Rollen aber sie spüren keine Verbindung mehr zu dem was sie tun.

00:42:48: und das zweite was sich dadurch zieht ist Verlust von Sinn und Bedeutung Also das Gefühl, dass das eigene Leben quasi keine tieferen Zusammenhang mehr hat.

00:43:01: Und was auch permanent immer hier mitschwingt ist das Thema passive Vermeidung.

00:43:07: Man merkt gar nicht wie man der Sache permanent aus dem Weg geht.

00:43:13: Wir haben die Woche ja auch ein schönes Wort gelernt Totschlagargument.

00:43:16: Statt sich dem Gefühl zu stellen wird es betäubt durch Konsum Durch Ablenkung und durch einfach Betäubung.

00:43:24: Wie kann ich es umgehen?

00:43:28: Was ist die Lösung dafür?

00:43:30: Es gibt dann nicht die eine Lösung, aber es gibt Ansatzpunkte.

00:43:34: Der erste wäre da das Bewusstwerden.

00:43:39: Erst mal die überhaupt klar werden, dass du in einem solchen

00:43:43: Muster

00:43:45: feststeckst.

00:43:47: Und davon ausgehen, dann mal zu gucken wie kannst du damit umgehen?

00:43:52: Selbstverbindung ist da zum Beispiel auch ein wichtiger Schritt.

00:43:55: Du musst wieder in Kontakt mit dir selbst kommen und nicht mit deinen materiellen Sachen und der Außenwelt sondern mit deinen Gefühlen, mit deinen Bedürfnissen, mit deinem Werten.

00:44:04: Und was ich immer gut finde, ist Abenteuer.

00:44:07: Mikroabenteuer!

00:44:08: Was Neues heißt?

00:44:09: es einfach?

00:44:10: Kleine Experimente die dich aus dem Autopiloten rausholen und dir wieder ein Gefühl von Lebendigkeit geben.

00:44:17: Ich find das immer ganz gut wenn ich dich zum Beispiel auch in meinem Büro anrufe und dann sagst ja super alles klar ich kümmere mich drum aber ich gehe jetzt erst mal eine halbe Stunde spazieren weil ich dann weiß ah der Markus geht sich jetzt gerade riff covern da geht sich das jetzt alles mal verarbeiten und dann greife er wieder an.

00:44:30: oder auch einfach mal auf dem Weg zur Arbeit, einen anderen Weg fahren als sonst und üblich.

00:44:35: Das ist auch ganz gut.

00:44:36: Sehr gefällt

00:44:37: mir!

00:44:37: Ja du hast vorhin Georg auch Viktor Frankl zitiert.

00:44:41: wer ein Warum zum Leben hat erträgt fast jedes Wie?

00:44:45: wie findet man denn sein Warum?

00:44:47: das ist natürlich eine ziemlich entscheidende Frage und ich glaube man findet es nicht durch nachdenken sondern durch machen, durch handeln, durch ausprobieren immer wieder Dinge ausprobieren.

00:45:02: Immer indem man sich einfach fragt, was könnte mich berühren?

00:45:06: Probier es aus!

00:45:07: Mal schauen ob's dich berührt.

00:45:08: Was macht mich neugierig?

00:45:10: Ich probiere es aus, machts mich neu gierig ja oder nein?

00:45:13: Mache ich mehr davon?

00:45:13: Ich habe letztes mal wieder angefangen.

00:45:15: Ich hab' vor zwanzig Jahren mal genacht mit unserem alten bekannten Maggi.

00:45:18: Jetzt habe ich das von dem halben Jahr wieder ausprobiert.

00:45:20: Ich bin Golf spielen gegangen weil ich irgendwie gedacht habe dass tut mir gut frische Luft ein bisschen konzentrieren zwei Stunden auf den Ding herum hauen Die mir nach dem Sicken mal auf den Keks, hab ich gemerkt.

00:45:30: Das Bock mich nicht mehr ausprobieren.

00:45:34: und was macht mich da wieder neugierig?

00:45:36: Was bringt mir das Gefühl, dass sich wachsend ist, dass ich vorankomme, dass es mir gut tut?

00:45:42: Und dann folgt man einfach diese Spuren nicht als Plan sondern eher als Prozess Schritt für Schritt.

00:45:48: Das nennt man auch emergente Sinnfindung.

00:45:51: Sinn entsteht im Tun, nicht im Plane Weil wir können das Leben nicht planen.

00:45:57: Wir glauben, dass zwar aber das klappt nicht so gut würde ich sagen Plan ist gut Aber reagieren wenn dann das leben auf einen zukommt ist besser und ausprobiert

00:46:06: ja definitiv und Wenn man nicht genau weiß wo man anfangen soll um dieses auszuprobieren zu starten Ja,

00:46:14: gar nicht diese Frage sich zu stellen sondern das Erste was einen in den Kopf kommt einfach dann ausprobieren.

00:46:21: Das kann ja auch einfach etwas Kleines sein mit so einer Resonanzprüfung mit der man zehn Minuten regel mit dem biografische Spuren lesen oder mit den Mikroabenteuern die man sich raus sucht auch mal so Sachen machen Schlag ein Wanderbuch auf oder einen Wanderheftchen und blätter die Seiten durch.

00:46:42: Hau den Fehl rein!

00:46:43: Und da fährst du jetzt hin und schaust dir diesen Ort an, ich bin letztens hier in Badgenstein gelandet, wo mich Rehmanthin entführt hat zu einem Workshop.

00:46:52: Und wie gesagt, war mal nach Badgen Stein, habe ich irgendwann mal in meinem Leben gehört dass irgendeinen Örtchen sensationell, es war so schön das sich dann nochmal hin muss.

00:47:00: ja und von uns aus vier Stunden Fahrt schon Ein größeres Mikroabenteuer, weil wir haben zwei Tage dort.

00:47:07: War jetzt nicht so lange aber auch nicht so kurz.

00:47:10: Da muss dein Arsch raus bewegen das ist auch da muss man sich sagen.

00:47:15: Auch nicht ärgern wenn es dann mal nicht klappt.

00:47:17: Weil muss er natürlich auch passen oder man muss sich da ein bisschen überwinden.

00:47:22: und es geht nicht darum dein ganzes Leben umzukrempeln Es geht darum wieder handlungsfähig zu werden Und dass geht einfach nur Schritt für Schritt einen Fuß vor den nächsten setzen.

00:47:34: Eine Frage noch, die im Zusammenhang irgendwie aufkommt.

00:47:38: Wann sollte man sich dann professionelle Hilfe

00:47:40: suchen?

00:47:41: Oh ja!

00:47:41: Das ist eine gute Frage Markus.

00:47:44: Wenn das Gefühl... Wir reden hier viel um Lehre und da nähert man sich schon mentalen Problemen wie Depression oder so, die daraus entstehen können.

00:47:58: Also, ich würde sagen wenn so eine Lehre einfach, wenn so ne Phase länger anhält als ein zwei Monate und du merkst dass du dich auch sozial zurückziehst Das ist ein Zeichen, also länger als ein bis zwei Monate sozialer Rückzug keine Lust mehr Freunde zu treffen und so.

00:48:16: Schlafprobleme, Appetitlosigkeit kann vorkommen oder Antriebslosigkeit ganz wichtiges Zeichen das können alles anzeigen sein für eine Depression.

00:48:27: Und dann es ist total wichtig dass du die Unterstützung holst nicht als Schwäche sondern als Verantwortung dir selbst gegenüber Weil Reden, Austauschen, Blickwinkel ändern, Fachleute fragen hilft.

00:48:41: Was würde dir da draußen dazu sagen?

00:48:43: Also was hilft denn euch wenn ihr euch leer fühlt?

00:48:46: Schreibt das wieder gerne in die Kommentare und ich glaube wir können alle viel voneinander lernen und voneinander profitieren.

00:48:54: Ja Georg vielen Dank für diese Folge!

00:48:56: Ich glaube dass war wieder eine tolle Runde auch mit euch da draußen der Community in der man sich

00:49:01: viel

00:49:02: mitnehmen konnte, wenn man sich das ein bisschen gemerkt hat oder ein bisschen aufgeschrieben hat oder gerne auch nochmal anschaut.

00:49:08: Hilft das bestimmt weiter?

00:49:09: Genau!

00:49:09: Schaut es euch an bis zum Schluss.

00:49:12: da freuen wir uns nämlich drüber und Markus sehr gerne.

00:49:16: Wir machen ja die Sendung sehr regelmäßig und haben auch sehr viel Spaß bei der Arbeit und bei der Produktion dabei.

00:49:23: Und an euch alle da draußen wenn ihr euch mal Leer fühlt, ihr seid da nicht alleine.

00:49:28: Es geht vielen Menschen so beschäftigt euch wieder mit euch selber und es gibt Wege daraus zu kommen.

00:49:34: kleine Schritte zählen genauso wie jede große Schritte.

00:49:37: ja vergleicht euch dann nicht so viel aber jeder einzelne davon erzählt

00:49:42: Ja, und wenn euch die Folge gefallen hat lasst gerne ein Like da.

00:49:45: Abonniert den Kanal und teilt auch die Folge das ist ganz wichtig mit Menschen oder mit Freunden denen sie helfen könnte und schreibt uns gerne eure Gedanken in die Kommentare.

00:49:56: wir lesen wirklich alles und beantwortet die Fragen auch gerne.

00:50:00: ja und so weiter.

00:50:01: dann erst mal bis zur nächsten Folge.

00:50:03: macht's gut da draußen!

00:50:04: Ja Markus danke hat Spaß gemacht.

00:50:06: Danke an euch da draußen.

00:50:07: und bis zum nächsten Mal Bis bald.

00:50:09: Bleibt mental fit und gesund, passt gut auf euch und eure Liebsen auf.

00:50:13: Bis bald!

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